Linde hat einen Großauftrag für den Bau eines Naphta-Crackers in Russland erhalten. (Bild: Linde)

Linde hat einen Großauftrag für den Bau eines Naphta-Crackers in Russland erhalten. (Bild: Linde)

| von Ansgar Kretschmer

Den entsprechenden Vertrag unterzeichneten die Partner am 2. Juni 2017 in Sankt Petersburg. Bereits im Vorfeld hatten Medienberichte von einem Milliardenauftrag an den Anlagenbauer Linde gesprochen, Details zum Projekt waren aber noch unbekannt.

Geplante strategische Zusammenarbeit

Die Anlage zum Aufspalten von Kohlenwasserstoffen, in diesem Falle Naphta, soll 2022 den Betrieb aufnehmen. In der ersten Ausbaustufe soll der Cracker über eine Kapazität von 600.000 t/a Ethylen sowie mehr als 600.000 t/a weiterer chemischer Produkte verfügen. Zukünftig soll die Produktionskapazität pro Jahr mit einer weiteren Anlage verdoppelt werden. Im Rahmen des Großauftrags ist Linde für die Lizenzierung, Planung, Materialbeschaffung und technische Bauberatung für die Anlage verantwortlich.

Im Beisein des russischen Präsidenten Wladimir Putin, des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer und des Präsidenten von Tatarstan Rustam Minnikhanov schlossen sie darüber hinaus eine Vereinbarung über weitere Zusammenarbeit. „Dieses Großprojekt sowie die geplante strategische Zusammenarbeit mit der TAIF Gruppe heben unsere erfolgreiche Kooperation auf eine neue Ebene”, sagte Professor Dr.-Ing. Aldo Belloni, Vorsitzender des Linde-Vorstands. „Wir schaffen damit auch eine gute Grundlage, um uns für weitere Aufträge in den Bereichen Industriegase und Anlagenbau in diesem wichtigen osteuropäischen Wachstumsmarkt zu positionieren.“

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