Hafen von Sines in Portugal

Das europäische Konsortium Madoquapower2X will in Sines, Portugal, eine Milliarde Euro in die Produktion von Wasserstoff und Ammoniak investieren. (Bild: Madoquapower2x)

Der portugiesische Projektentwickler Madoqua Renewables (Madoqua) hat für das Projekt eine Partnerschaft mit dem niederländischen Projektentwickler und Beratungsunternehmen Power2X und dem Energy Transition Fund (CIP) des dänischen Fondsmanagers Copenhagen Infrastructure Partners angekündigt. Ziel ist der Bau von Madoquapower2X, eine Anlage zur Herstellung von grünem Wasserstoff und Ammoniak. Die Investition soll in Sines, Portugal, realisiert werden und könnte mehr als 200 direkte und indirekte Arbeitsplätze schaffen. Was es mit grünem Ammoniak auf sich hat, erfahren Sie hier.

Die Anlage soll erneuerbare Energien und eine 500-MW-Elektrolysekapazität nutzen. Es ist das erste Projekt, das im künftigen Energie- und Technologiezentrum von Sines installiert wird. Die Kapazität ist mit 50.000 Tonnen grünem Wasserstoff und 500.000 Tonnen grünem Ammoniak pro Jahr geplant. Der im Rahmen dieses Projekts erzeugte Wasserstoff kann von der lokalen Industrie genutzt und zu grünem Ammoniak verarbeitet werden, das vom Terminal im Hafen von Sines exportiert wird.

CT-Fokusthema Wasserstoff

(Bild: Corona Borealis – stock.adobe.com)

In unserem Fokusthema informieren wir Sie zu allen Aspekten rund um das Trendthema Wasserstoff.

 

  • Einen Überblick über die ausgewählten Artikel zu einzelnen Fragestellungen – von der Herstellung über den Transport bis zum Einsatz von Wasserstoff – finden Sie hier.
  • Einen ersten Startpunkt ins Thema bildet unser Grundlagenartikel.

Der für die Elektrolyse benötigte Strom wird aus erneuerbarer Energie stammen, insbesondere aus Gemeinschaften für erneuerbare Energien für Wind- und Solaranlagen, die parallel entwickelt werden. Das Projekt befindet sich derzeit in der Entwicklungsphase und soll bis Ende 2023 vollständig genehmigt und für eine endgültige Investitionsentscheidung bereit sein; danach soll mit dem Bau begonnen werden. Produktionsbeginn ist für Mitte des Jahrzehnts geplant.

Madoquapower2X, einschließlich künftiger Phasen, soll einen erheblichen Beitrag zur nationalen Wasserstoffstrategie Portugals (EN-H2) bis 2030 leisten. Insbesondere könnte das Projekt einen Beitrag von fast 25 % zur geplanten portugiesischen Elektrolysekapazität von 2 GW bis 2030 leisten.

Das integrierte Wasserstoff- und Ammoniakprojekt könnte 1.000 (direkte und indirekte) Arbeitsplätze schaffen. Darüber hinaus wird das Projekt den Beteiligten zufolge mit einem Investitionsvolumen von 1 Mrd. € einen Beitrag von 10 % bis 15 % zu den portugiesischen Investitionszielen für Wasserstoff leisten.

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