Merck-Standort in Shanghai

Standort des Unternehmens in Shanghai (Bild: Merck).

| von Jona Göbelbecker

Die Gesamtfläche des Gebäudes am Standort Jinqiao soll 3.300 m² umfassen. Die Eröffnung des umgerechnet 18 Mio. Euro teuren Technologiezentrums ist in der ersten Jahreshälfte 2022 geplant. Merck will Anwendern vor Ort umfassende technologiebezogene Services und maßgeschneiderte Lösungen anbieten, um mehr und schnellere innovative elektronische Anwendungen zu ermöglichen. Merck beliefert rund 100 Chiphersteller mit mehr als 150 Produkten für sämtliche Prozessschritte der Wafer-Bearbeitung. Das Land nutzt gegenwärtig rund die Hälfte aller weltweit hergestellten Mikrochips und investiert massiv in den Bau von Halbleiterfabriken im eigenen Land.

„Von PCs über Smartphones und Fernsehgeräte bis hin zu kleinen, am Körper getragenen Computern, sogenannten Wearables, hat sich China zum weltweit größten Produzenten und Nutzer eines breiten Spektrums an Unterhaltungselektronik entwickelt“, erklärt Kai Beckmann, CEO Performance Materials und Mitglied der Geschäftsleitung von Merck.

Shanghai als Zentrum für OLED-Technik

Mit der Investition will Merck auch seine Analysekapazitäten auf dem Gebiet der Materialien für organische Leuchtdioden (OLED) weiter stärken. Die OLED-Technologie ermöglicht flexible Displays und zukünftige displaybasierte Unterhaltungselektronik. Merck vollzieht derzeit die Lokalisierung seiner OLED-spezifischen Aktivitäten und wird damit künftig die gesamte OLED-Wertschöpfungskette aus Shanghai abdecken – von der Analyse, über die Anwendung bis hin zur Produktion. In diesem Jahr hat Merck bereits die Erweiterung des bestehenden OLED-Anwendungslabors sowie den Bau einer Produktionsanlage für OLED-Materialien in Shanghai angekündigt.

Expansion in Elektronik-Markt

In den letzten Jahren hat der Unternehmensbereich Performance Materials von Merck im Rahmen eines Transformationsprogramms sein Geschäft neu auf den Elektronik-Markt ausgerichtet. Durch die Übernahmen von Versum Materials und Intermolecular im vergangenen Jahr verfügt Merck nun über ein breites Portfolio an Halbleiter- und Displaymaterialien, mit dem es ein führender Akteur im Bereich der datenbasierten Elektronik werden will.

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