MOL hat im ungarischen Százhalombatta ein neues Polyol-Forschungs- und Entwicklungszentrum eröffnet. (Bild: MOL)

MOL hat im ungarischen Százhalombatta ein neues Polyol-Forschungs- und Entwicklungszentrum eröffnet. (Bild: MOL)

| von Ansgar Kretschmer

Darüber hinaus haben MOL und Thyssenkrupp eine gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsvereinbarung geschlossen. 90% der übrigen Anlagen des Projekts wurden von ungarischen Lieferanten bezogen.

Die Strategie des MOL-Konzerns bis 2030 sieht vor, den Anteil des petrochemischen Geschäfts am Ergebnis des gesamten Konzerns zu erhöhen. Eine Investition von 1,2 Milliarden Euro in den Polyolkomplex in Tiszaújváros dient diesem Ziel. Um diese Investition zu untermauern und sicherzustellen, dass die Anlage den Bedürfnissen der von ihr bedienten Märkte entspricht, hat der Konzern das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum in der Donau-Raffinerie eingerichtet. Das mit 10 Mio. Euro ausgestattete Investitionszentrum wird bis zu 12 Ingenieure und 7 Techniker sowie das weltweit modernste Versuchsreaktorsystem finanzieren.

MOL und Thyssenkrupp haben eine Forschungs- und Entwicklungsvereinbarung geschlossen, um den Eintritt beider Unternehmen in den Polyolmarkt zu erleichtern: Thyssenkrupp als Technologiedienstleister und Auftragnehmer für Engineering-Procurement-Construction (EPC) und MOL als Hersteller und Verkäufer verschiedener Polyolprodukte.

„Ein großer Schritt vorwärts“

"Das Forschungs- und Entwicklungszentrum trägt den Namen von György Mosonyi, dem verstorbenen CEO von MOL, der sich während seiner gesamten Arbeit zutiefst der Innovation verpflichtet fühlte, so dass dies eine angemessene Würdigung seines Andenkens ist“, erklärte Gabriel Szabó, EVP der MOL-Gruppe Downstream. „Es handelt sich um ein hochmodernes Labor, das mit allen notwendigen Werkzeugen und Instrumenten ausgestattet ist und vor allem über große Experten verfügt, die dafür sorgen werden, dass die F&E-Aktivitäten der Entwicklung marktreifer Produkte dienen können, die später von der Polyol-Fabrik in Tiszaújváros hergestellt werden sollen. Das Zentrum ist nicht nur für MOL herausragend, sondern als das fortschrittlichste Polyol-Forschungszentrum in Mittel- und Osteuropa hat es nationale Bedeutung, und wir hoffen, dass seine wissenschaftlichen Ergebnisse auch international von hohem Wert sein werden".

Sami Pelkonen, CEO des Geschäftsbereichs Chemical & Process Technologies von Thyssenkrupp, fügte hinzu: "Mit unserer Vereinbarung über gemeinsame Forschung und Entwicklung ist dieses F&E-Zentrum ein großer Schritt vorwärts, um die neuen Märkte, die MOL mit den Polyolen adressiert, zu erforschen und zu gewinnen. Wir freuen uns auf dieses neue Kapitel auf unserem gemeinsamen Weg und sind zuversichtlich, dass diese Partnerschaft ein wichtiger Erfolgsfaktor auf unserem Weg zur Entwicklung fortschrittlicher und nachhaltiger Technologien und Produkte für eine bessere Zukunft sein wird."

Das Forschungs- und Entwicklungszentrum wird Tests der physikalisch-chemischen Eigenschaften von Polyolen sowie Labortests und Anwendungsexperimente von daraus hergestellten Polyurethanschäumen durchführen. Bis Juli 2022 sollen in der neu errichteten Anlage mindestens 10 Polyol-Typen entwickelt werden. Um die Ergebnisse der Messungen zu vergleichen und zu validieren, plant das Unternehmen auch eine Zusammenarbeit mit den Labors mehrerer ungarischer Universitäten und unabhängiger Forschungseinrichtungen. Diese Kooperationen werden dazu beitragen, die im F&E-Zentrum für Polyol angewandten Methoden weiterzuentwickeln und die Wissensbasis der Universitäten zu erweitern. Wie auch für die MOL-Gruppe wird das Zentrum der ungarischen und internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft in den kommenden Jahren einen hervorragenden Wert bieten.

Der Eintrag "freemium_overlay_form_cte" existiert leider nicht.