Am Standort Delfzijl will der niederländische Spezialchemie-Konzern Nouryon seine produktionskapazitäten für Monochloressigsäure deutlich ausbauen. (Bild: Nouryon)

Am Standort Delfzijl will der niederländische Spezialchemie-Konzern Nouryon seine Produktionskapazitäten für Monochloressigsäure deutlich ausbauen. (Bild: Nouryon)

| von Ansgar Kretschmer

Nouryon investiert in Technologie und Effizienzverbesserungen, um die derzeitige MCA-Produktion in Delfzijl zu steigern. Dies soll den wachsenden Markt sowie den eigenen erhöhten MCA-Verbrauch des Konzerns zur Produktion von Carboxymethylcellulose (CMC) bedienen. Nach der kürzlich erfolgten Übernahme des CMC-Geschäfts von J.M. Huber benötigt das Unternehmen verstärkt MCA, welches ein wichtiger Aussgangsstoff für die Herstellung vieler Pflanzenschutz- sowie Haushalts- und Körperpflegeprodukte sowie in der Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie ist. Nouryon studiert außerdem Möglichkeiten, um mehr Kapazitäten für Chlor zu gewinnen, den wichtigsten Rohstoff für MCA.

„MCA bedient mehrere wachstumsstarke Sektoren, darunter Pflanzenschutzmittel auf dem amerikanischen Kontinent und die pharmazeutische Produktion in Indien und anderen aufstrebenden Märkten“, sagte Rob Vancko, Leiter der Abteilung MCA and Strategy, Industrial Chemicals bei Nouryon. „Das Erweiterungsprojekt in Delfzijl in Verbindung mit der Eröffnung eines neuen Joint-Venture-Werks in Indien im Laufe dieses Jahres wird unsere gesamte MCA-Produktionskapazität um mehr als 20 Prozent erhöhen und uns helfen, das Nachfragewachstum zu bewältigen.“ Knut Schwalenberg, Präsident Industrial Chemicals bei Nouryon, fügte hinzu: „Diese Projekte werden es uns ermöglichen, von unserer Technologieführerschaft bei MCA und dem Wachstum des CMC-Geschäfts von Nouryon in vollem Umfang zu profitieren. Sie spiegeln unseren Fokus auf gezielte Investitionen in attraktive Endmärkte wider, die das Kundenwachstum unterstützen.“ (ak)

Anlagenprojekte im Juli 2020

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