März 2015
| von Dr.-Ing. Jürgen Reinemuth, Geschäftsführer, Thaletec

  • Bisher war das Reparieren von Schäden an emaillierten Apparaten die Domäne des Werkstoffes Tantal. Das muss nicht mehr so sein, denn mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Reparatursystemen gibt, die auf emaillierten Abdeckelementen beruhen.
  • Zusätzlich sind Betreiber bei Apparaten mit emaillierten Reparatur-Elementen nicht mehr in ihren Einsatzmöglichkeiten eingeschränkt.

Ein Dichtelement aus FDA-zugelassenem multidirektional expandiertem PTFE ermöglicht das Abdichten der Hutmutter gegenüber dem zu befestigenden Bauteil. Der Vorteil dieser Verbindungstechnik ist das Trennen der Funktionen „Befestigen“ und „vor Korrosion schützen“: Die Vorspannkraft der Verbindung ist durch die Eigenschaften der Spezialschraube definiert. Dadurch kann der Anwender hohe Befestigungskräfte realisieren. Einen Schutz der Schraubverbindung gegen Korrosion hingegen ermöglicht die mit dem verschleißbeständigen Thaletec Abrisist emaillierte Hutmutter. Zudem kommen nur emaillierte Flächen in Berührung mit dem Medium im emaillierten Apparat.  Die Rep-Caps kann das Personal auch zum Befestigen emaillierter Abdeckelemente verwenden.

3D-Scantechnik für optimale Reparaturelemente
Die ebenfalls neuen Repair-Pads sind emaillierte kreisrunde Scheiben mit einer oder mehreren Bohrung(en). Die Scheiben sind in konkaver und konvexer Form mit Durchmessern bis 100 mm erhältlich. Ihre Oberflächen sind ebenfalls mit Abrisist emailliert. Für Reparaturen an Flächen, die von außen zugänglich sind, steht zudem eine besondere Bauform zur Verfügung, bei der das Abdeckelement von außen zu verschrauben ist. Die Bauteile kommen primär für das Reparieren von Schäden am Behälterboden, den Behälterwänden sowie an Einbauteilen wie Rührern und Stromstörern zum Einsatz. Für Flächen an emaillierten Bauteilen, die keiner Regelgeometrie entsprechen und entsprechend komplex sind, hat das Unternehmen ein weiteres Reparaturverfahren entwickelt: Mittels eines 3D-Scanners erfasst ein Serviceingenieur die Geometrie des beschädigten Bauteils, beispielsweise die des Behälters im Bereich des Übergangs von Behälterboden zu Behälterstutzen. Der so erfasste 3D-Scan wird in ein CAD-System eingelesen. Ein darauf spezialisierter Mitarbeiter entwickelt auf der Basis der erhaltenen Geometrie ein passendes Gegenstück. Dieses wird mit Hilfe des „Selective Laser Meltings“, einem additiven Fertigungsverfahren, aus einer emaillierfähigen Legierung 3D-gedruckt und verschleißfest emailliert. Der rein digitale Workflow ermöglicht eine hohe Qualität und Passgenauigkeit der Teile sowie ein schnelles Bearbeiten und damit kurze Anlagenstillstände.

Kleine Schäden mitreparieren
Manche Schäden an emaillierten Bauteilen sind so klein, dass auch ein einteiliges Abdeckelement ausreicht, die schadhafte Stelle vor Korrosion zu schützen. Für das Reparieren von Schäden bis etwa 8 mm Durchmesser gibt es daher die Thaletec Miniscrews. Dabei handelt es sich um Schrauben mit einem emaillierten Schraubenkopf. Die Abdichtung zwischen Behälterwand und Schraubenkopf erfolgt mit Hilfe eines Dichtelements aus multidirektional expandiertem PTFE. Und für Schäden bis 100 mm Durchmesser können Betreiber zum Abdecken Repairplugs verwenden. Dabei handelt es sich um emaillierte Abdeckplatten mit Gewinde, die mit dem Behälter verschraubt werden. Diese sind in ähnlicher Bauform auch für konkave und konvexe Flächen mit kleinen und mittleren Radien (beispielsweise Innenflächen von Behälterböden, Zargenbereich) erhältlich.

Abgestimmte Dichtungstechnik erforderlich
Das Abdecken des Schadens können Betreiber mit Hilfe der oben beschriebenen Systeme schnell und kosteneffizient realisieren. Doch für eine sichere und funktionsfähige Reparatur ist nicht nur das Abdeckelement, sondern auch das Dichtungssystem ausschlaggebend. Mit dem multidirektional expandierten PTFE-Dichtungsmaterial Sofiflex hat das Unternehmen ein universell chemisch beständiges Dichtungsmaterial im Portfolio, dessen Eigenschaften speziell im Hinblick auf Dichtaufgaben an und in emaillierten Apparaten entwickelt wurden. Es ist als Band- und als Plattenmaterial in Dicken bis 9 mm erhältlich sowie für Anwendungen bis 230 °C geeignet. Eine Zulassung der FDA und nach der TA-Luft sind vorhanden. Special1503

Hier finden Sie einen Link zum Hersteller.

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