Mit der Anlage in Eemshaven will RWE OCI und Evonik mit grünem Wasserstoff versorgen. Bild: RWE

Mit der Anlage in Eemshaven will RWE OCI und Evonik mit grünem Wasserstoff versorgen. Bild: RWE

| von Armin Scheuermann

Mit Eemshydrogen will RWE die Machbarkeit einer integrierten Wasserstoff-Wertschöpfungskette mit großem Skalierungspotenzial belegen. Der Energieversorger hat mit der niederländischen Gesellschaft OCI eine Absichtserklärung unterzeichnet, künftig grünen Wasserstoff für deren Produktionsanlage BioMCN zu liefern. Darüber hinaus beabsichtigt RWE, grünen Wasserstoff an Evonik zu liefern. Beide Unternehmen planen, in Delfzijl grünen Wasserstoff zur Herstellung nachhaltiger Produkte einzusetzen. Wie viel Wasserstoff der Versorger an beide Unternehmen liefern wird, soll im Laufe des Projekts spezifiziert werden. Mit diesen Vereinbarungen geht RWE den nächsten Schritt hin zur Entwicklung und Realisierung eines 50-Megawatt-Elektrolyseurs. Dieser soll in Eemshaven direkt an den Onshore-Windpark Westereems von RWE angeschlossen werden, der über eine installierte Leistung von 162 Megawatt verfügt. 

Eemshydrogen ist Teil eines größeren Entwicklungsprojekts zur Produktion von kostengünstigem Wasserstoff in großen Mengen. Das Projekt leistet einen Beitrag zur breit angelegten Wasserstoffinitiative der nördlichen Niederlande. Akteure aus verschiedenen Sektoren entlang der Wertschöpfungskette sind involviert – von der Produktion von Wasserstoff über die Infrastruktur bis hin zur großtechnischen Speicherung und Nutzung – BioMCN beispielsweise plant den Einsatz von grünem Wasserstoff zur Herstellung von grünem Methanol, das als nachhaltiger Rohstoff für die Chemie oder als alternativer erneuerbarer Kraftstoff im Verkehrssektor verwendet werden kann.

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