Im Energiepark Wunsiedel soll eine Wasserstofferzeugungsanlage mit einer Anschlussleistung von 8,75 MW entstehen. Bild: Siemens

Im Energiepark Wunsiedel soll eine Wasserstofferzeugungsanlage mit einer Anschlussleistung von 8,75 MW entstehen. Bild: Siemens

In Wunsiedel sollen ab Mitte 2022 jährlich bis zu 1.350 Tonnen Wasserstoff ausschließlich mit regenerativer Energie zum Beispiel aus Photovoltaik oder Windkraft hergestellt werden. Durch den Einsatz dieses Wasserstoffs in Verkehr und Industrie können jährlich bis zu 13.500 Tonnen CO2 vermieden werden. Siemens Smart Infrastructure errichtet als Generalunternehmer die Gesamtanlage, und Siemens Financial Services (SFS) beteiligt sich an der Eigenkapitalfinanzierung sowie mit einem Anteil von 45 % an der Betreibergesellschaft Wun H2. Der Elektrolyseur wird von Siemens Energy geliefert. Über die verschieden Wasserstoff-Herstellverfahren bzw. Wasserstoff-Farben informieren wir Sie hier.

Die Anlage wird am Energiepark Wunsiedel errichtet und dort mit dem bereits vorhandenen Batteriespeicher von Siemens und benachbarten Industriebetrieben vernetzt. Diese können zum Beispiel Abwärme oder den bei der Elektrolyse abgespaltenen Sauerstoff nutzen. Hier erfahren Sie mehr über Elektrolyseverfahren.

Für das Projekt in Wunsiedel übernimmt die SFS, der Finanzarm von Siemens, die kommerzielle Projektentwicklung und die Strukturierung der Finanzierung. Neben SFS mit 45 Prozent, sind Rießner Gase GmbH mit ebenfalls 45 Prozent und die Stadtwerke Wunsiedel (SWW) mit 10 Prozent weitere Anteilseigner an der Wun H2. Gleichzeitig konnte SFS eine regresslose Projektfinanzierung, das heißt ohne Rückhaftung der Gesellschafter, mit der Umweltbank als externen Kreditgeber umsetzen, um so die Finanzierung des Projekts zu sichern.

Wasserstoff für lokale Netze

Spatenstich im Energiepark Wunsiedel. Bild: Siemens
Spatenstich im Energiepark Wunsiedel. Bild: Siemens

Der Wasserstoff soll für die lokale Distribution über LKW-Trailer an lokale und regionale Endkunden, im Wesentlichen in den Regionen Oberfranken, Oberpfalz, Thüringen und Sachsen sowie Westböhmen (Tschechische Republik), geliefert werden. Die Anlage soll überdies helfen, Netzengpässe zu entschärfen sowie Flexibilität für das Stromnetz bereit zu stellen. Durch eine am selben Standort später optionale Erweiterung mit einer öffentlichen Wasserstofftankstelle für LKW und Busse, kann ein Angebot für CO2-freien Schwerlastverkehr und den ÖPNV geschaffen werden. Hier finden Sie einen Nachrichten-Ticker zu Wasserstoff-Trends.

Nach einer aktuellen OECD-Analyse wird der globale Energiebedarf bis 2050 um schätzungsweise 80 % zulegen. Um dieser Nachfrage gerecht zu werden und dabei die Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen, sind massive Investitionen in die Erzeugung sauberer Energie, die Stromverteilung und die Digitalisierung notwendig. Hierzu müssen alle Energie nutzenden Sektoren, wie zum Beispiel der Verkehrs- oder der Industriebereich, ihre Dekarbonisierung vorantreiben.

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