Der Konzern ist unter anderem im Anlagenbau tätig. (Bild: Zeppelin)

Der Konzern ist unter anderem im Anlagenbau tätig. (Bild: Zeppelin)

| von goebelbecker

Im Vorjahr lag der Umsatz noch bei 2,9 Mrd. Euro, das Ergebnis bei 2,9 Mrd. Euro. Aufgrund des insgesamt stabilen wirtschaftlichen Umfeldes und der guten Marktpositionierung konnten alle strategischen Geschäftseinheiten (SGE) eine positive Entwicklung verzeichnen. In der Geschäftseinheit Anlagenbau wirkten jedoch sich erschwerte globale wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen sowie die sich abkühlende Konjunktur im Chemiebereich und die Unsicherheiten in der Automobilindustrie dämpfend auf das Geschäft in einzelnen Segmenten und Regionen aus. Trotz geringerer Umsatzerlöse konnte eine Verbesserung der Ertragskraft erreicht werden. Darüber hinaus ist es gelungen, den Auftragseingang im Geschäftsjahr 2019 mit verschiedenen Großprojekten im Bereich der Anlagen zur Kunststoffherstellung nochmals zu steigern.

Ausblick 2020: Keine Belebung der Weltwirtschaft

Der Konzern geht jedoch für das laufende Jahr von einem drastischen Einschnitt und einer wesentlichen Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aufgrund der Coronapandemie aus. Für 2020 wird die prognostizierte Belebung der Weltwirtschaft nicht eintreten. Neben den anhaltenden Handelsstreitigkeiten und Sanktionen sowie der Unsicherheiten bezüglich der Modalitäten des Brexit hat die Coronapandemie die Weltwirtschaft in eine weitreichende Krise gestürzt, deren Auswirkungen derzeit noch nicht absehbar sind. Der massive Verfall des Ölpreises und die Auseinandersetzung zwischen Russland und Saudi-Arabien treffen zudem Kernmärkte des Konzerns. Trotz der schwierigen Geschäftsaussichten sieht Zeppelin Chancen für das aktuelle Geschäftsjahr. Die stabile Baukonjunktur und die zusätzlichen Investitionen in die öffentliche Infrastruktur in Deutschland könnten die erwarteten Umsatz- und Ertragsrückgänge durch die Corona-Pandemie und die Ölpreiskrise dämpfen.

Ziel: Service-Geschäft ausbauen

Zeppelin plant, sich in den bestehenden Geschäftsbereichen auf den Erhalt der Marktposition zu konzentrieren und das Servicegeschäft weiter auszubauen. In Nordeuropa will sich der Konzern auf die Integration neuer Gesellschaften und Vertriebsgebiete fokussieren: Zeppelin hat zuletzt den Vertrieb und Service von Caterpillar-Produkten in Dänemark, Grönland und Schweden übernommen. Zusätzlich zum Ausbau und der Stärkung des Portfolios an Maschinen und Serviceleistungen stehen der Aufbau des Geschäfts mit Vermietung von Maschinen im Mittelpunkt. Der Konzern investiert zudem in den Neubau einer Haupt-Niederlassung im eurasischen Markt in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. (jg)

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