Sanierung und Neuausrichtung angestrebt

Anlagenbauer Eisenmann ist insolvent

30.07.2019 Der schwäbische Anlagenbauer Eisenmann ist zahlungsunfähig. Das Unternehmen hat am Montag beim Amtsgericht Stuttgart einen Insolvenzantrag gestellt.

Eisenmann ist insolvent.

Der Anlagenbauer Eisenmann hat Insolvenzantrag gestellt. Bild: Eisenmann

Das vor allem im Automobil-Anlagenbau tätige Unternehmen hatte bereits im März eine Restrukturierung eingeleitet. Zuvor waren im vergangenen Jahr bei der Abwicklung verschiedener Großprojekte große Verluste aufgelaufen. Von der Insolvenz des Anlagenbau-Unternehmens aus Böblingen sind rund 3.000 Mitarbeiter betroffen. Zuletzt hatte es 723 Mio. Euro Jahresumsatz erzielt.

Insolvenzanträge wurden auch gestellt bei der Eisenmann Anlagenbau GmbH & Co. KG, der Eisenmann Lactec GmbH und der ENisco GmbH & Co. KG. Das Unternehmen strebt mit der Insolvenz eine beschleunigte Sanierung und Neuausrichtung an und sucht einen Partner für das Lackiergeschäft. „Wir fokussieren uns auf unser Kerngeschäft und wollen mit der Sanierung im Rahmen eines Insolvenzverfahrens die strategische Neuausrichtung der Unternehmensgruppe vorantreiben, um so schnell wie möglich zu einem profitablen Geschäft zurückzukehren. Wir wollen diese Chance auf einen Neustart konsequent nutzen und können dabei auf ein grundsätzlich solides Geschäftsmodell aufbauen“, wird Dr. Michael Keppel, Chief Restructuring Officer der Eisenmann SE in einer Presseerklärung zitiert. Der Verwaltungsrat, die Familie Eisenmann und die Kreditgeber unterstützen den jetzt eingeschlagenen Weg, so Keppel weiter.

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