Dezember 2013

  • Im industriellen Bereich gibt es unterschiedliche Markierungstechniken, da die Anforderungen ganz unterschiedlich ausfallen.
  •  Für welches System sich der Anwender auch entscheidet - alle eingesetzten Komponenten inklusive des Drucksystems müssen exakt aufeinander abgestimmt sein.

Gut zu wissen
Anerkannte Standards - Prüfverfahren für Markierungsmaterialien

Um ihre Tauglichkeit unter Beweis zu stellen, müssen die Markierungsmaterialien mehrere Prüfungen durchlaufen, und zwar mechanische-, Werkstoff- und Umweltprüfungen. Die Umweltprüfungen und Tests spiegeln die Anwendungsbereiche in den verschiedenen Applikationen wieder:
  • Überprüfen der Lösemittelbeständigkeit,
  • Kesternich-Test,
  • Salzsprühnebeltest,
  • Testlauf Öl- und Chemikalienbeständigkeit,
  • Alterungsprüfung und
  • Überprüfung der UV-Lichtbeständigkeit.
  • Die mechanischen Prüfungen beinhalten zudem noch:
  • Vibrationsprüfung und den Tesatest,
  • Tests, die durch die Institution Finat
  • definiert wurden, und
  • Überprüfen von Abrieb-, Kratz- und Wischbeständigkeit.
  • Die Werkstoffprüfungen, die sich auf die Grundmaterialien beziehen, umfassen:
  • Überprüfen auf Halogenfreiheit,
  • die Brennbarkeitsklassifizierung nach UL 94 und
  • Einordnung sonstiger Werkstoffeigenschaften wie Temperaturbeständigkeit.

Es zeigt sich immer häufiger, dass eine eindeutige und professionelle Kennzeichnung von Kabeln und Leitern im Außeneinsatz viel Zeit und Geld spart. So werden im Reparatur- oder Servicefall auch die Ausfallzeiten von Maschinen und Anlagen erheblich reduziert, da eine aufwendige Fehlersuche entfällt. Zudem werden Anlagen weltweit unter verschiedensten Umweltbedingungen betrieben – auch hier muss das Markierungs­material die Erwartungen erfüllen.

Empfohlene Materialien für den Außeneinsatz
Bei der Auswahl von Kennzeichnungsmaterialien für den harten Außeneinsatz müssen ganz unterschiedliche Anforderungen, die sich aus den Verarbeitungs- und Applikationsbedingungen ergeben, exakt definiert werden. Für den Installateur kommt es vor allem auf die problemlose und schnelle Handhabung an, um den Zeitaufwand bei der Montage zu minimieren. Auch das Auswechseln von Kabeln und Komponenten bei der Inbetriebnahme oder einer Reparatur elektrischer Anlagen ist hier zu berücksichtigen.
Aus Applikationssicht müssen mehrere Faktoren berücksichtigt werden. Markierungsmaterialien im Außenbereich müssen mit UV-Strahlung, trockener und feuchter Wärme, Regen und Schnee sowie Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt zurechtkommen. Dabei spielt die Materialauswahl und -kombination eine entscheidende Rolle.

PUR unterstützt Flexibilität und Brandschutz
Die Kabel- und Leitermarkierer der Produktlinie WMTB HF bieten mit ihrem Grundmaterial PUR (Polyurethan) eine hohe Flexibilität. Bei der Montage passt sich die Kennzeichnung an die Biegeradien der Kabel und Leiter gut an – ohne sie dabei zu beschädigen. PUR besitzt gleichzeitig eine hohe Reißfestigkeit sowie eine hohe Ölbeständigkeit – auch bei hohen Temperaturen. Darüber hinaus weisen die Kabelmarkierer die Brandklasse V0 nach UL 94 auf und sind außerdem halogenfrei.
Das Kennzeichnungssystem WMTB HF gibt es in drei verschiedenen Beschriftungsfeldgrößen als Rollenware. Das Bedrucken erfolgt ebenfalls mit Thermotransfer-Druckern. Befestigt wird der Kabelmarkierer mit Kabelbindern mit einer Breite von 4,5 mm. Diese Kabelbinder verfügen über eine Witterungs- und UV-Beständigkeit nach ISO 4892 (QUB 600h) bis zu zehn Jahren, und sie sind halogenfrei. Die Anwendungsbereiche für diesen Kabelmarkierer liegen in der Bahnindustrie, im Schiffsbau, bei Solar- und Kollektoranlagen, im On- und Offshore-Bereich bei der Energiegewinnung sowie im Mobilfunksektor. Hier wird der Kabelmarkierer an Mobilfunkmasten eingesetzt, um die lange Coaxial-Feeder-Leitung zu beschriften, die den Verstärker mit der Mobilfunkstation verbindet. Auch für die kurze Coaxial-Jumper-Leitung vom Verstärker zu den Antennen sind diese Kabelmarkierer im Einsatz. Die Markierung beinhaltet hier Informationen über das Netz, den Sektor und den Antennenpfad. In diesem Applikationsbereich herrschen oft extreme Umweltbedingungen: Schnee, Wind, Regen und Sonnenlicht, teilweise mit einer Seehöhe von bis zu 3.200 m. Auch diesen Bedingungen muss der Kabelmarkierer standhalten.

Edelstahl für extreme Anforderungen
Kabelmarker aus rostfreiem Edelstahl eignen sich aufgrund ihrer guten mechanischen Eigenschaften für das dauerhafte Markieren von Anlagen, die extremen und aggressiven Umweltbedingungen ausgesetzt sind. Anwendungsbereiche sind Kabel, Leiter, Schläuche, Rohre und Komponenten. Hierbei gibt es bis zu fünf verschiedene Träger, die sechs bis zwanzig Zeichen fassen können. Die Zeichen aus Edelstahl werden bequem einzeln auf den zugehörigen Halter aufgeschoben. Das Beschriften mit einzelnen gestanzten Buchstaben, Zahlen, Sonderzeichen und Symbolen ermöglicht eine hohe Flexibilität vor Ort.
Durch die hochwertige Prägung ist die Markierung auch bei starker Verschmutzung immer noch gut lesbar. Befestigt wird der Kabelmarkierer mit Edelstahl-Kabelbindern in einer Breite von 4,6 mm. Zu diesem Zweck stehen zwei Produktlinien von Edelstahl-Kabelbindern zur Verfügung. Unterschiedlich sind hierbei die Grundmaterialien und deren Korrosionsbeständigkeiten. Die Edelstahl-Markierer sind besonders robust und widerstehen nicht nur extremer Hitze, sondern auch zahlreichen Chemikalien. Daher werden sie auch gern in Solar- und Kollektoranlagen, im On- und Offshore-Bereich etwa bei der Energiegewinnung sowie in Biogas- und Kläranlagen eingesetzt. In Kläranlagen werden die Edelstahl-Markierer überall dort verwendet, wo die Beschriftungen freiliegen und somit den Wetterbedingungen standhalten müssen. Bei einer Kläranlage zählt zum Beispiel die Kennzeichnung von Kraftstromkabeln für die Belüftung des Belebungsbeckens zu den Anwendungsfällen. Hier sind die Kabelmarkierer auch kritischen Chemikalien ausgesetzt – darunter etwa Gase sowie mineralische und organische Säuren.

PVC für enge Installationen
Weitere Kennzeichnungsmaterialien für den Außeneinsatz bietet die Produktlinie WML. Die selbstlaminierenden Kabelmarkierer eignen sich gut für das Beschriften von Kabeln, Leitern, Rohren und Schläuchen. Das Etiketten-Grundmaterial PVC (Polyvinylchlorid) bietet mit einer minimalen Einsatzdauer von fünf bis sieben Jahren eine hohe Beständigkeit im Außeneinsatz. Die Kabelmarkierer bestehen aus einem Beschriftungsfeld und einer transparenten Schutzfolie, die bei der Montage über die Beschriftung gewickelt wird und dabei diese dauerhaft gegen äußere Einflüsse wie Witterung, Verschmutzungen und Chemikalien schützt.
Vorteilhaft ist auch, dass die Kabelmarker-Etiketten kaum auftragen – daher können die Kabel auch nachträglich zum Beispiel durch Kabelkanäle gezogen werden. Angeboten wird das Kennzeichnungsmaterial für das Beschriften mit Thermotransferdrucker im Kartenformat sowie im Rollenformat. Das Kartenformat ist dabei für kleinere Mengen ausgelegt, das Rollenformat für größere.

Geeignetes Drucksystem
Welches Drucksystem zum Einsatz kommt, hängt von den Kennzeichnungsmaterialien ab. Für ein Kenn­zeichnungssystem mit vorgefertigten geprägten Zeichen ist kein Drucksystem erforderlich. Das System wurde auch für Anwender konzipiert, bei denen sich die Anschaffung eines Druckers aufgrund geringer Stückzahlen nicht lohnt. Für das Kennzeichnungssystem WML im Kartenformat gibt es den Thermotransferdrucker Thermomark Card. Für die Kennzeichnungssysteme im Rollenformat können zwei Thermotransfer-Drucksysteme verwendet werden – der Thermomark Roll und der Thermomark Roll X1. Alle drei Drucksysteme aus der Serie Thermomark Line arbeiten mit dem Thermotransfer-Druckverfahren und verfügen über eine Auflösung von 300 dpi. Die Thermotransferdrucker bieten einige Vorteile: niedrige Anschaffungskosten, kompakt und mobil einsetzbar, ohne Stillstandzeiten immer verfügbar – da auf flüssige Tinte verzichtet wird.

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