Mai 2015
| von Michael Kasper, Siemens
  • Für die Ethernet-basierte Datenkommunikation  über weite Distanzen gibt es seit vergangenem Jahr eine Lösung auf Basis von 2-Draht-Kupferleitungen.
  • Die Switches und Medienmodule können inzwischen auch im Ex-Bereich (Zone2) eingesetzt werden.

Abgesetzte Teilnehmer oder Leitungen, die nur mit großem Aufwand auf neue Anforderungen hochrüstbar sind, können mit diesem neuen Medienmodul weiter verwendet werden. Aber nicht nur die Nutzung einer bestehenden Verkabelung ist durch das neue Medienmodul möglich, sondern auch die Erhöhung der Reichweite mit vier- oder achtadrigen Ethernet-Leitungen über die 100 Meter hinaus.

Zur Technik
Über 100 Meter mit Kupferleitung überbrücken
Mit dem Medienmodul MM992-2VD  aus der Scalance-X-300-Produktfamilie wird die maximale Leitungslänge von 100 m aufgehoben. Je nach Leitungsart lassen sich Daten über Ethernet bei eingeschränkter Datenrate (10 Mbit/s) bis zu 1.000 m übertragen.
Anwender, die aus den vorher beschriebenen Gründen auf einzelne LWL-Verbindungen verzichten wollen, können so über Ethernet-Kupferleitungen auch größere Strecken als die im Standard vorgeschriebenen 100 m überbrücken. Bestehende Zweidraht-Erdleitungen zur Anbindung abgesetzter  Teilnehmer, sowie Leitungen von bereits installierten Automatisierungssystemen,  etwa wie Profibus, lassen sich ebenfalls zur Ethernet-Datenkommunikation nutzen. Dadurch wird auch eine einfache Migration von bestehenden Profibus- zu Profinet-Netzwerken  geboten, ohne entsprechende Teile der Verkabelung ersetzen zu müssen.
Das Medienmodul ermöglicht eine kostengünstige und durchgehende Ethernet-Kommunikation mittels neuer oder alter Kupferleitungen auch über Entfernungen, die deutlich weiter als 100 m sind.

Achema 2015 Halle 11.0 – C3

Kostenlose Registrierung

Der Eintrag "freemium_overlay_form_cte" existiert leider nicht.

Sie sind bereits registriert?