Januar/Februar 2015 2015
| von Jörg Holtmann, Public Relations Manager, Krohne Messtechnik

  • Das von Bayer Technology Services und Krohne vertriebene Inline-NIR-Spektrometersystem ermöglicht es, komplexe chemische Prozesse nahezu in Echtzeit zu überwachen.
  • Hierdurch ist es Betreibern möglich, Qualitätsprobleme vor ihrer Entstehung zu verhindern sowie das vorhandene Potenzial der Anlage voll auszuschöpfen.
  • Darüber hinaus stellen die Anbieter dem Betreiber Teams zur Verfügung, die ihm Planung, Installation und andere mit dem System verbundene Aufgaben abnehmen.

Keine Baustellen hinterlassen
Dabei werden die aktuellen Vorgaben des Kunden gleichermaßen wie vorhandene historische Standardisierungen berücksichtigt: Das System kann mit NIR-Spektrometern und Messsonden verschiedener Hersteller kombiniert werden. „Wir können Empfehlungen abgeben, aber letztlich wird eingesetzt, was der Kunde benötigt. Und wenn zunächst nichts Passendes verfügbar ist, bieten wir an, mit den Herstellern zu sprechen, um eine Lösung zu finden“, betont Schacherl. Die Entlastung für den Anwender geht jedoch noch über die Installation hinaus. „Wir bieten dem Betreiber eine Kapazitätserweiterung in seinem PAT-Team. Die heutigen PAT-Teams sind bei Kunden manchmal nicht mehr groß genug, um mehr als Instandhaltung leisten zu können. Nehmen wir an, es handelt sich um einen größeren Kunden bei dem der für NIR zuständige PAT-Spezialist, sofern überhaupt vorhanden, nicht vor Ort sitzt oder mit anderen Aufgaben ausgelastet ist. Damit steht er für die Planung, Installation und andere mit dem System verbundene Aufgaben nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung“, schildert Schacherl die Erfahrungen von Bayer Technology Services. „Hier können wir entlasten: Wir entsenden Fachleute für die Umsetzung, die das System installieren, kalibrieren und in Betrieb nehmen. Wenn sie auf ein Problem stoßen, haben sie mit den schon vorhandenen 600 Messstellen mehr als genug Lösungsansätze. Als Solution Provider hinterlassen wir ein funktionierendes System, keine Baustelle.“

Strategische Ausbaureserve inklusive
Komplett und kompakt in einen Schaltschrank installiert, besteht das System in der einfachsten Version aus wenigen Komponenten. Ein Industrie-PC mit der von Bayer Technology Services entwickelten Software ARTS (Analyzer Result Transfer Software) übernimmt die Systemsteuerung. Dieser ist gekoppelt mit der Kommunikations- und Schalttechnik inklusive Verbindung zum Prozessleitsystem des Kunden, einem Display zur lokalen Anzeige von Messwerten und Statusmeldungen, und einem Spektrometer. Bis zu sechs applikationsspezifisch ausgewählte Messsonden sind per Lichtwellenleiter angeschlossen, der Einsatz der Sonden in Ex-Bereichen ist somit kein Problem. Das System ist darüber hinaus beliebig zu erweitern: Beispielsweise ist es möglich zunächst zwei Messpunkte am Feed und Kopf einer Destillationskolonne zu installieren. Später können die vier freien Messkanäle für eine verfeinerte Regelung nachgerüstet oder auch für Messaufgaben in anderen Prozessen verwendet werden. Diese „strategische Ausbaureserve“ von standardmäßig sechs Kanälen kann der Hersteller noch erweitern. „Ob wir einen Multiplexer für weitere Messpunkte anschließen oder eine Schutzgasspülung für den Schaltschrank installieren – das System bietet uns jede Möglichkeit zur Erweiterung und Anpassung“, schließt Schacherl.

Zur Applikation
Das Spektrometersystem
Spectrobay ist ein optisches Inline-Spektrometersystem, das mithilfe von Nah-Infrarot-Spektroskopie (NIR) die Zusammensetzung von Flüssigkeiten, Feststoffen und Gasen in Echtzeit bestimmt. Die Informationen über die Zusammensetzung von Prozessströmen können Anwender zu Steuer- und Regelungszwecken verwenden. Ist die Zusammensetzung jederzeit bekannt, sind Betreiber von Chemieanlagen in der Lage, ihre Prozesse sowohl chemisch als auch wirtschaftlich am Optimum zu betreiben und die größtmögliche Ausbeute zu erzielen; auch bei bestehenden Anlagen. Die Anwendungen reichen von eingehenden Chemikalien (Reaktanten, Katalysatoren etc.) über chemischen Umsatz (Reaktionsverfolgung) bis hin zur Analyse von Endprodukten.

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