Oktober 2011
  • Die Ventile eignen sie sich für niedrigvolumige Hochdruckbelüftung und hochvolumige Niederdruckbelüftung.
  • Die Auflockerungsventile werden ohne Schweißarbeiten und Verbindungsbolzen an der Behälterwand montiert.
  • Vibrationen am äußeren Rand der Ventilscheibe helfen, das Pulver oder Schüttgut zügig zum Auslass zu befördern.
  • Die Scheiben liegen eng an der Wand der Kammer an, was den Gegendruck minimiert und sie gegen das Produkt abdichtet. Das verhindert die Rückströmung des Produkts in die Belüftungsleitung
  • Die Ventile sind FDA-zugelassen, reißfest, feuchtigkeitsabweisend und gegen Temperaturen bis 170 bzw. 230 °C beständig.
  • Bestehende Silos oder Trichter lassen sich mit den Belüftungsventilen nachrüsten.

Wenn Trockenpulver und Schüttgüter aus Silos zu transportieren sind, besteht häufig die Gefahr von Brücken- und Schachtbildung. Um das Produkt jedoch vollständig aus dem Vorratsbehälter zu entleeren, stellen Auflockerungsventile oft die einzige Möglichkeit dar. Dabei muss der Anwender jedoch beachten, dass sein Ventil passend zum geförderten Gut ist: Muss das Ventil lebensmitteltauglich sein? Wird Beständigkeit gegen hohe Temperaturen vorausgesetzt? Ist für die Anwendung eine Zulassung laut FDA oder ein extrem hoher Sicherheitsgrad gegen Kontaminationen erforderlich?
Wenn diese Fragen beantwortet sind, steht eine Reihe Produkte zur Auswahl. Gardner Denver mit der Niederlassung in Senden beispielsweise vertreibt die Auflockerungsventile von Solimar in Deutschland und angrenzenden Ländern. Die Ventile haben unterschiedliche Spezifikationen und werden so den Anforderungen der einzelnen Branchen gerecht. Beispielsweise eignet sich das Auflockerungsventil mit Metall­erkennungsfunktion für die Pharma-, Milch- und Lebensmittelindustrie, in der besonders strenge Prozessanforderungen bestehen. Wenn wie hier hohe Reinheit des Produkts erforderlich ist, können eventuelle Beschädigungen der Mechanik der Belüftungsventile zu schwerwiegenden Produktkontaminationen führen. Diese können zum Beispiel bei der Siloreinigung, bei zu hohem Luftdruck oder durch nicht fachgerechten Einbau auftreten. Dieses Ventil jedoch ist mit Eisenoxid imprägniert. Falls also Teile der Ventilscheibe abreißen, lassen sie sich durch nachgeschaltete Metalldetektoren erfassen und entsprechend entfernen.

Ein Prinzip, viele Anwendungen
Alle Auflockerungsventile des Herstellers lassen sich mit verschiedenen Spindeln und Anschlüssen einsetzen und werden über einen Haltebolzen an die Druckluftversorgung angeschlossen, die passend von dem deutschen Vertriebspartner erhältlich ist. Je nach Modell eignen sie sich für den Einsatz bei hohem Druck und geringem Volumenstrom (niedrigvolumige Hochdruckbelüftung) oder niedrigem Druck und hohem Volumenstrom (hochvolumige Niederdruckbelüftung). Durch optimiertes Luftvolumen ist ein schnelles Entladen des Silos möglich, sodass nicht unnötig viel Luft bei wenig Produkt transportiert wird.
Prinzipiell funktionieren die Auflockerungsventile des Herstellers alle nach dem gleichen Prinzip. Sie werden an der Behälterwand montiert, es sind dabei keine Schweißarbeiten und Verbindungsbolzen mit Gewinde erforderlich. Bei Gebrauch wird ein gerichteter Luftstrom von außen stoßweise durch das Ventil in den Behälter und entlang der Kammerwand geführt. Dadurch lockert sich das Produkt auf und bleibt in Bewegung. Zusätzlich finden am äußeren Rand der Ventilscheibe leichte Vibrationen statt, sodass das Pulver oder Schüttgut zügig zum Auslass des Silos oder Trichters befördert wird. Die Scheiben liegen eng an der Wand der Kammer an, was den Gegendruck minimiert und sie gegen das Produkt abdichtet. Durch die gute Dichtwirkung der Belüftergummis kommt es zu keinerlei Rückströmung des Produkts in die Belüftungsleitung, was selbst beim Fließbeschicken eine Verstopfung der Luftleitung verhindert. Sie alle sind von der FDA zugelassen, ihr Silikonmaterial ist reißfest, feuchtigkeitsabweisend und gegen Temperaturen bis 170 °C beständig. In der Hochtemperatur-Ausführung  (ohne FDA-Zertifikat) eignen sie sich für Temperaturen bis 230 °C. Sie funktionieren bei einem Feuchtigkeitsgehalt des zu fördernden Produktes unter 12 bis 15 Prozent am besten.
Wenn die größte Herausforderung nicht bei den Produktanforderungen, sondern bei der Auslegung der Behälter oder Transportwege liegt, bestehen andere Bedingungen für den erfolgreichen Einsatz eines Auflockerungsventils. Ist der Produktbehälter, die Rutsche oder ein Rohr stark gekrümmt oder bestehen Ecken, in denen das Produkt stecken bleiben kann, eignet sich zum Beispiel das Mini-Auflockerungsventil des Herstellers mit einem Scheibendurchmesser von 50 mm. Es hält Material in kleinen und gekrümmten Kammern mit einem Durchmesser von 102 mm in Bewegung.

Einfache Nachrüstung durch
Belüftungsöffnungen

Falls der Anwender bereits bestehende Silos oder Trichter hat, kann er auch diese mithilfe der E-Z In-Silo-Auflockerungsventilkits mit den Belüftungsventilen nachrüsten. Dies kann beispielsweise Vorteile bieten, wenn Inspektionen oder Wartungsmaßnahmen regelmäßig anfallen – denn diese sind nach dem Einbau des Ventils von außen möglich. Die Dichtungen lassen sich in runde, ovale oder rechteckige Belüftungsöffnungen einsetzen und dichten fest ab. Sie sind dauerhaft an der Grundplatte angebracht, die wahlweise aus verzinktem Normalstahl oder Edelstahl besteht. Die Ventile an sich müssen lediglich von Zeit zu Zeit auf Abnutzungserscheinungen überprüft werden, wobei der Anwender gleichzeitig sicherstellen sollte, dass keine verhärteten Produktrückstände unter der Scheibe haften.

Powtech Halle 7 – 511

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