Die Montage der Pumpen für den Großauftrag läuft bei Witte auf Hochtouren. (Bild: Witte)

Die Montage der Pumpen für den Großauftrag läuft bei Witte auf Hochtouren. (Bild: Witte)

| von Redaktion

Der Auftraggeber errichtet in der chinesischen Provinz Guangdong eine Produktionsanlage für ABS-Kunststoff, der häufig in der Automobil- und Elektroindustrie zum Einsatz kommt. Der Kunststoff wird aus Terpolymer und Styrol-Acrylnitril (SAN) hergestellt. Die Anlage soll nach Fertigstellung 2022 eine Kapazität von rund 600.000 t/a ABS-Kunststoff haben.

24 komplette Aggregate auf sechs Linien

Die Pumpen von Witte werden in der SAN-Stufe für den Austrag aus den SAN-Schmelze-Reaktoren in der Entgasung eingesetzt. Verteilt auf zwei Prozessstufen kommen auf sechs Produktionslinien jeweils zwei Poly 7900-204-356 Pumpen und zwei 18000-320-320 Pumpen pro Linie zum Einsatz. Insgesamt liefert der Pumpenhersteller 24 Pumpen als komplette Aggregate, ausgestattet mit Antriebseinheiten auf Grundrahmen und Sperrsystemen. Das Bruttogewicht des bewegten Materials liegt bei rund 300 t.

Das Hauptaugenmerk bei dieser Anwendung liegt bei den besonderen Anforderungen des Prozessverlaufes auf den neuen Pumpen. Für einen sicheren Betrieb sind hermetisch autarke Pumpen gefordert. Ziel ist es, Leckagen an den Dichtungen vollständig zu vermeiden. Hintergrund ist, dass das im Polymer enthaltene Styrol, welches als gesundheitsgefährdend eingestuft ist, nicht an die Atmosphäre gelangt. Dieser Herausforderung begegnet Witte mit einer besonderen Dichtungstechnik. Um die Sicherheit in der Anlage sicherzustellen und die Pumpen hermetisch abzudichten, kommt hier die Kombination aus Gewindewellendichtung und gesperrter Stopfbuchse zum Tragen. Diese Art der Abdichtung hat sich in Polymeranwendungen vielfach bewährt und erfüllt auch die Anforderungen an die TA-Luft.

Für die Realisierung dieses Prozesses werden kraftvolle Pumpen mit einem hohen Volumenstrom benötigt. Grund dafür ist das hochviskose Polymer und ein unter Vakuum stehender Polymerreaktor. Der Viskositätsbereich variiert je nach Prozessstufe zwischen 50 und 10.000 Pas. Ziel ist es, dass das Polymer möglichst kurz im Reaktor verbleibt. Die Verweilzeit hat einen unmittelbaren Einfluss auf die Produktqualität und den Stressfaktor, dem die Polymerschmelze ausgesetzt ist. Allein durch die Schwerkraft des Polymers im Reaktor gelangt das Produkt in die Pumpe. Die dafür benötigte Flüssigkeitssäule über der Pumpe soll dabei so gering wie möglich bleiben: Die Produktqualität nimmt mit abnehmender Höhe der Flüssigkeitssäule zu, da die Stehzeit im Reaktor minimiert wird. Die Pumpen verfügen zu diesem Zweck über einen besonders großen saugseitigen Flansch, um den Druckverlust so gering wie möglich zu halten.

Bei dem Kunden handelt es sich für Witte um keinen Unbekannten. Dieser hatte bereits im Jahr 2012 die ersten Witte-Pumpen in einer kleineren Anlage in der Provinz Jilin, im Nordosten Chinas, in Betrieb genommen. Seitdem laufen die Pumpen störungsfrei. Bei dem aktuellen Projekt handelt es sich um eine Erweiterung der Kapazitäten zum vorhergehenden Projekt.

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