Hecht Probenahmekarusell

3: Dieses Probenkarussell ist für eine häufige Inprozesskontrolle und automatische Verbringung in unterschiedliche Gefäße gedacht. Bild: Hecht

| von Jona Göbelbecker, Redaktion

Unser Überblick zeigt verschiedene technische Neuerungen – im Zentrum steht dabei die Automatisierung der Probennahme.

1: Proben vollautomatisch abfüllen

So sorgt etwa der vollautomatisierte Probenbutler von Rembe Kersting für die kontaminationsfreie Abfüllung von entnommenen Proben. Die verfügbaren Systeme reichen von einer robusten Flaschenmagazin-Lösung, bei der die Probenflaschen nacheinander befüllt werden, bis hin zu Packautomaten, die das Material in Beuteln sammeln, um diese anschließend einwandfrei zu verschweißen. Der Automatisierungsgrad lässt sich durch weitere Optionen steigern – so etwa mit dem Online-Analysesystem, das beispielsweise die Korngröße, Feuchtigkeit, Temperatur und Schüttdichte des Materials prüfen kann.

2. Automatisiertes Probennahme-Karussell

Eine weitere Probennahme-Lösung hat Dinnissen Process Technology für Betreiber entwickelt, die hohe Sicherheit bei ihrer Produktqualität benötigen und dieses Level über lange Produktionslaufzeiten halten wollen. Um dies zu validieren, werden Proben nach den verschiedenen Prozesslinien, wie Trocknen, Mischen, Mahlen und Sieben, analysiert. Das Probennahme-Karussell ermöglicht die Validierung pro Batch oder Prozess über einen längeren Zeitraum hinweg, versehen mit der richtigen Automatisierung und Probennahme. Damit ist das Tracking-and-Tracing eines Produktionsprozesses sehr einfach. Der Anwender muss nur die gewünschte Frequenz, das Volumen und Gewicht der Proben auswählen. Die Proben werden in Probentüten oder -gläsern gesammelt und dann in einem Clip-Zubehör gesichert, von wo aus die Proben schnell und einfach zu entnehmen sind.

Die Aufgabe des Bedieners besteht lediglich darin, die Proben nach Beendigung des Prozesses einzusammeln. Das System lässt sich in neue und bestehende Produktionsprozesse integrieren, zum Beispiel in Befülllinien, Silos, Fördersysteme und Misch- oder Verpackungslinien. Es ist in verschiedenen Konfigurationen erhältlich, für 8 bis 16 automatisch genommene Proben mit einer Größe von 25 bis 1.000 g pro Probe. Da das automatisierte Probennahmesystem nach EHEDG-Richtlinien entwickelt wurde, entspricht es den strengen Anforderungen an Qualität und Lebensmittelsicherheit. Das Gehäuse besteht aus Edelstahl ohne innere Schweißnähte oder Fugen. Durch das Easy-to-clean-Design wird das Risiko der Kontamination im Produktfluss und bei den Proben vermieden.

3: Probenkarussell für die Inprozesskontrolle

Ein neues Probenkarussell bietet auch Hecht. Es ist für eine häufige Inprozesskontrolle und automatische Verbringung in unterschiedliche Gefäße gedacht. Die Rotation der Probeplätze kann je nach Wunsch des Anwenders kontinuierlich nacheinander oder frei wählbar getaktet stattfinden. Die Taktung ist bis zu 1° genau. Das Karussell lässt sich individuell auf verschiedene Gefäßgrößen anpassen. Die Probegefäße werden direkt mithilfe des Stellmotors und der genauen Taktung unter dem Probennehmer positioniert, das Muster wird entweder manuell oder automatisch mit dem jeweiligen Probennehmer gezogen. Eine Integration in bestehende Systeme ist möglich.

4: Totraumfreie Probennahme-Ventile

Die Probennahme-Ventile von Famat zeichnen sich durch ihre totraumfreie Konstruktion aus und eignen sich für die sterile Probennahme. Die Ventile gibt es in den Nennweiten von DN15 bis DN50 und für einen Nenndruck bis 10 bar. Die Probennahmeventile sind mit einem Kolben ausgestattet, der auch ohne O-Ring für eine hohe Dichtheit sorgt. Die Ventile lassen sich leicht bedienen und sind einfach zu warten. Die Armaturen erreichen OEL <1 μg/m3 und sind damit praktisch kontaminationfrei. Die Ventile lassen sich bei Temperaturen bis 300 °C einsetzen.

5: Probenbeutel für den Reinraum-Einsatz

Für den Einsatz im Reinraum bietet Bürkle den Probenbeutel Steribag Cleanroom an. Die doppelt verpackten Probenbeutel sind innen und außen steril. Je 25 Probenbeutel befinden sich in einer zweifachen Umverpackung. Diese kann nacheinander entfernt werden. Somit eignen sich die Beutel zum Einschleusen in den Reinraum und ermöglichen ein kontaminationsfreies Aufbewahren und Transportieren der Probe. Ein weißes Beschriftungsfeld hilft Verwechslungen zu vermeiden. Durch die große Beutelöffnung lassen sich feste, halbfeste sowie flüssige Proben leicht einfüllen.

6: Probennahme von der Analyse entkoppeln

Um die Gasqualität im Gasnetz zu analysieren, kommen bislang direkt an der Messstelle Prozess-Gaschromatographen (PGC) zum Einsatz. Durch den mobilen Gas-Probennehmer Gaspro von EP Ehrler Prüftechnik lassen sich Probennahme und -analyse entkoppeln. Im Gas-Probennehmer lässt sich dem Gasnetz in einen Probenzylinder eine definierte Anzahl an Einzelproben entnehmen. Durch einen optimierten Probennahmeprozess haben alle Einzelproben dieselbe Masse bzw. dasselbe Normvolumen. Dies stellen eine automatische Ventilsteuerung und eine hochgenaue Differenzdruck-Messung sicher.

Die Gasmischung im Probenzylinder spiegelt somit die durchschnittliche Gasqualität des Gases im Gasnetz während des kompletten Entnahmezeitraums wider. Der Probenzylinder enthält also eine repräsentative Gasmischung, die sich im Anschluss an die Probennahme in einem Labor untersuchen lässt. Die teure Messtechnik für dieProbenanalyse kann im Labor verbleiben. Der Probennehmer besteht aus zwei Funktions- und Gehäuseteilen. Die gastechnischen Bauteile sind im oberen Bereich angeordnet, der auch Atex-konform ist. Die Steuerungstechnik befindet sich im unteren Gehäuseteil. Hier ist außerdem Platz für eine optionale Batterie. Die Aufbaumöglichkeit im Freien und die autarke Stromversorgung gestatten eine mobile und flexible Nutzung des Probennehmers an den meisten Standorten.

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