August 2016

Die Magnet-Membrandosierpumpe kommuniziert über bewährte Feldbusse wie Canbus oder Profibus oder Profinet, dem industriellen Ethernet. Bild: Prominent + Mimi Potter – Fotolia

| von Michael Birmelin, Marketing-Redakteur, Prominent
  • Mit Industrie 4.0 sollen Produktions- und Geschäftsprozesse umfassend automatisiert und vernetzt werden. In der Prozessindustrie sind hier zusätzliche Kriterien zu beachten.
  • Komplexe Herstellungsverfahren, die nicht abgebrochen werden dürfen, erfordern eine hohe Verfügbarkeit. Das Lagern, der Transport und das Handling von Chemikalien fordern zudem ein hohes Sicherheitsdenken. Gleichzeitig sollen die Prozesse so energiesparend sowie ressourcen- und umweltschonend wie möglich ablaufen.
  • Anwender können von „intelligenten“ Dosierpumpen und aufeinander abgestimmten Regelkreisen profitieren.
Über ein bluetooth- fähiges Android-Smart- Device mit der App kann der Anwender die Pumpe weitgehend drahtlos steuern und überwachen. Bilder: Prominent

Über ein bluetoothfähiges Android-Smart- Device mit der App kann der Anwender die Pumpe weitgehend drahtlos steuern und überwachen. Bilder: Prominent

Vorausschauende Technik

In den Dosierpumpen sind Funktionen integriert, die eine vorausschauende Wartung ermöglichen, beispielsweise durch die Membranbruchsensorik. Sobald die Membran bricht, erfasst das System dies und leitet die entsprechende Information als Fehlermeldung weiter. Der Bediener vor Ort erhält von der Magnetmembranpumpe eine Meldung beziehungsweise von der Motormembranpumpe ein optisches Signal. Gleichzeitig leitet die Pumpe ein elektrisches Signal an die Leitwarte weiter. Da es sich bei der Membran um eine Mehrschicht-Sicherheitsmembran handelt, kann das Medium nicht unkontrolliert entweichen. Das heißt, der momentan laufende Prozess muss nicht sofort unterbrochen werden, sondern der Anwender tauscht die Membran zum nächstmöglichen Zeitpunkt, sobald die Produktion, beispielsweise bei Pausen oder Chargenwechsel, unterbrochen wird. Das vermeidet unnötige Stillstandzeiten.

Ganzheitliche Lösung: der Regelkreis

Durch das Zusammenspiel von Dosierpumpe, Mess- und Regelgerät sowie Sensoren bekommen Betreiber eine ganzheitliche Lösung für Dosieraufgaben. Die intelligente Regeltechnologie sorgt dabei zu jeder Zeit selbständig für einen störungsfreien Dosierprozess und dosiert die Chemikalie immer in der Menge dem Prozess zu, die gerade benötigt wird. Nicht mehr und nicht weniger. Das erhöht die Effektivität und die Präzision der Dosierleistung.

Reibungslose Kommunikation

Für das reibungslose Ansteuern der Dosierpumpen durch eine zentrale Steuerung in der Fertigungs- und Automationstechnik können Betreiber unterschiedliche Feldbus-Systeme nutzen. Hier kommen die bewährten Feldbusse wie Canbus oder Profibus zum Zug. Sie ermöglichen eine reibungslose Kommunikation mit der Pumpe. Ebenso kommuniziert das Mess- und Regelgerät mit analogen oder – verbunden via Canopen – mit digitalen Sensoren und Aktoren. Via Profibus-DP V1, Modbus und OPC erfolgt die Anbindung an die Leitebene. Ausgestattet mit dem entsprechenden Modul soll die Pumpe ab Quartal 3 2016 auch über das industrielle Ethernet, dem Profinet, kommunizieren können.

Intelligentes Dosieren

Anwender profitieren von der Transparenz der Messdaten in Echtzeit und der erhöhten Prozesssicherheit. Gleichzeitig lassen sich durch die effizientere Prozessführung die Qualität von Produkten steigern und Kosten sparen: durch einen reduzierten Chemikalienverbrauch und durch geringere Abwasser- und Entsorgungskosten aufgrund des minimierten Dosiermittel-Überschusses. Aufgrund der flexiblen Anwendbarkeit sind die Einsatzbereiche der beschriebenen Pumpen und Regelkreise breit gefächert über die verschiedenen Branchen, beispielsweise in der Trink- und Abwasserbehandlung sowie der Industrie- und Prozesswasseraufbereitung. 1608ct908

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