Dr. Felix Hanisch, Vorstandsvorsitzender der Namur
| von Armin Scheuermann, Redaktion
Roland_Bent Phoenix Contact

Roland Bent, CTO und Mitglied der Geschäftsführung von Phoenix Contact. "War mit Konnektivität lange Zeit der rein physikalische Anschluss der Geräte gemeint, verlangt der Markt heute deutlich mehr."

Bei 90 % der prozesstechnischen Applikationen handelt es sich um Brownfield-Anlagen, die oft noch mehrere Dekaden produzieren müssen – und das rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr. Die bestehende Anlagenstruktur ist in der Regel historisch gewachsen, heterogen, komplex und folgt der klassischen Automatisierungspyramide. Ständig steigende Anforderungen nach hoher Sicherheit, Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit sowie größerer Effizienz fordern jedoch ein Mehr an Technologien, die sich nur schwer in die Bestandspyramide integrieren lassen. Mit der Namur Open Architecture (NOA) hat der Anwenderverband deshalb in den letzten beiden Jahren den Weg zur Verwendung neuer Technologien neben dem Leitsystem geebnet. In kurzer Zeit wurden unterschiedliche Use Cases prototypisch realisiert und so gezeigt, dass sich Mehrwertdienste einfach schaffen lassen, um die Anlagen effizienter und zuverlässiger zu betreiben.

Als Sponsor der kommenden Namur-Hauptsitzung, die am 07. und 08. November 2019 in Bad Neuenahr stattfindet, will Phoenix Contact unter dem Motto „Enhanced Connectivity for Smart Production“ industrietaugliche Umsetzungen dieser Anwendungsfälle zeigen. Dazu Roland Bent, CTO und Mitglied der Geschäftsführung von Phoenix Contact: „War mit Konnektivität lange Zeit der rein physikalische Anschluss der Geräte gemeint, verlangt der Markt heute deutlich mehr. Mit unserem technologischen Ansatz eines offenen, sicheren und skalierbaren Ecosystems wollen wir belegen, wie sich das NOA-Konzept von Offenheit, Flexibilität und agilen Lösungen in der Praxis mit den Kernthemen der Prozesstechnik verbinden lässt.“ Der Sponsor bietet Workshops und Demonstrationen zu neuen Connectivity-Technologien wie MTP, APL, 5G oder dem Status von OPAF an. Dabei werden Grundlagen für digitale Prozesse und Tools sowie neue Anwendungen und Services diskutiert.

In ihren Koreferaten nach dem Hauptvortrag am Donnerstagvormittag wird die Namur Aspekte zu neuen Topologien, Informationsgewinnung und Cloud-Systemen aufgreifen und die Sicht der Anwender darstellen. Am Nachmittag stellen die Namur-Arbeitskreise und kooperierende Partner ihre Themen wie z. B. Funktionale Sicherheit, Security, NOA, MTP, FDI, Verwaltungsschale, Logistik oder Ex-Schutz in Workshops vor. Am Freitag wird nach Beiträgen zu den Ergebnissen aus der Namur.smart-Datenbank und zur IT/OT-Konvergenz über die zukünftige strategische Ausrichtung der Anwendervereinigung berichtet.

Felix Hanisch, Vorstandsvorsitzender der Namur: „Phoenix Contact als Sponsor und das aktuelle Thema Enhanced Connectivity for Smart Production bilden ein ideales Gespann für eine interessante Namur-Hauptsitzung 2019, die einiges erwarten lässt. Die Veranstaltung ist wieder ein Muss für alle Interessierten der Automatisierungstechnik, aber auch für ITler, die sich über aktuelle Entwicklungen auf dem Weg zur Digitalisierung informieren möchten.“

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