Juli 2016

Ein Baukastensystem ermöglicht es, je nach Anwendung verschiedene Bedien- und Montagekomponenten auszuwählen. Bilder: Pepperl + Fuchs

| von Stefan Sittel, Business Development Manager HMI & Life Sciences EMEA, Pepperl+Fuchs
  • Auch bei Bedien- und Anzeigegeräten in Anlagen kommen immer häufiger Komponenten und Methoden aus der IT-Welt zum Einsatz. Eine neue Baureihe an Remote-Monitoren trägt dem Rechnung.
  • Der smarte Remote-Monitor ist heute das am häufigsten verwendete Anzeigegerät. Er hat einen integriertem Thin Client und ist mit den Host-Rechnern des MES oder Scada-Systems via Ethernet verbunden.
  • Der Visualnet GXP eignet sich für den Einsatz in Zone 1 und 21 und ist modular aufgebaut.

Von besonderem Nutzen für die Anwender sind die erweiterten Funktionen wie z. B. die Auto-Connect-Funktion. Der Remote-Monitor kann unter anderem so konfiguriert werden, dass nach dem Start automatisch die Verbindung zu einem festgelegten Prozessleitsystemrechner aufgebaut wird – ganz ohne Zutun des Benutzers. Die Verbindung wird von da an beständig überwacht, und bei auftretenden Netzwerkstörungen oder Server-Ausfällen baut das Gerät eigenständig eine vordefinierte Backup-Verbindung auf – dadurch werden Prozessbilder zu jeder Zeit fehlerfrei angezeigt und steigt die Verfügbarkeit.

Neue Software für die effiziente, zentrale Verwaltung der Thin Clients
Müssen in einer Anlage an verschiedenen Stellen mehrere HMI-Systeme eingerichtet werden, ist der Aufwand für die Betreiber oft beträchtlich und birgt Gefahren für das Personal, wenn dieses Gefahrenbereiche oder Reinräume betreten muss. Deshalb wurde die Software Visunet Control Center so erweitert, dass die thin-client-basierten Stationen per Netzwerk-Kommunikation von einem zentralen Arbeitsplatz aus eingerichtet, konfiguriert und überwacht werden können. Mit der Software können Verbindungsprofile für einen Remote-Monitor einfach erstellt und anschließend auf weitere Remote- Monitore übertragen werden. Über definierte Gerätegruppen lassen sich Einstellungen gleichzeitig auf mehrere Geräte verteilen und Firmware-Updates mit einem Klick übertragen.
Außerdem ermöglichen es die komfortablen Fernwartungs-Mechanismen der Software, dass sich Anlagenbetreuer auf jeden Remote-Monitor im Netzwerk aufschalten können. Bei Bedarf können Bediener mittels „Session Shadowing“ aus der Ferne unterstützt werden.

ZUR TECHNIK
Neuer Remote-Monitor
Mit Bildschirmauflösungen bis 1.920 x 1.080 Pixeln (Full-HD, 16:9) deckt der neue Remote-Monitor Visunet GXP auch die immer populärere Auflösung der Scada-Visualisierungssysteme ab. Um die Lesbarkeit und Brillanz auch für schwierige Einsatzbedingungen zu erhöhen, wird ein „optically bonded display“ verwendet, bei dem es keine optischen Trennschichten zwischen Display und robustem, entspiegelten Frontglas mehr gibt. Für die Cursorsteuerung wird ein projektiv kapazitiver Touch Screen (PCAP) der neuesten Generation eingesetzt. Dieser ist auch mit dickeren Handschuhen zu bedienen und extrem robust und langlebig, da sich die Funktionselemente hinter der robusten Frontscheibe des Monitors befinden. Ein schlankes Edelstahlgehäuse mit geringen Abmessungen erlaubt den Einsatz auch bei beengten Platzverhältnissen in der Produktionsanlage. Die Pharma-Ausführung hat eine Rauhtiefe von kleiner
0,8 µm, wie es oft in Pharma-Reinräumen gefordert wird. Der GXP Remote- Monitor ist auch als Chassis ohne Frontrahmen lieferbar, um ihn von hinten in Maschinen oder Panels einzubauen, was ihn auch interessant für Maschinen- und Anlagenbauer macht.

Visunet auf den Websites des Herstellers

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