November 2015

  • Überspannungsschutz-Geräte liefern einen wichtigen Beitrag zum kontinuierlichen und störungsfreien Betrieb von Anlagen. Für eine zuverlässige Beurteilung der Funktionstüchtigkeit von Überspannungsschutz-Geräten ist eine elektrische Prüfung erforderlich.
  • Mit dem Prüfgerät des Herstellers können Anwender steckbare Überspannungsschutz-Geräte umfassend prüfen und die Ergebnisse normgerecht dokumentieren. Defekte oder vorgeschädigte Geräte können sie so erkennen und vorbeugend austauschen.

Sicherheit beim Prüfvorgang
Bei der Hochspannungsprüfung von Überspannungsschutz-Geräten kommen zum Teil Spannungen von mehr als 1.000 V DC zum Einsatz. Ein Prüfgerät für Überspannungsschutz-Geräte sollte so aufgebaut sein, dass eine sichere Hochspannungsprüfung der Schutzgeräte durch „normales“ elektrotechnisches Personal ohne Spezialkenntnisse möglich ist. Gleichzeitig sollte es tragbar und so robust sein, dass es für Vor-Ort-Prüfungen in elektrischen Anlagen geeignet ist. Der Checkmaster 2 von Phoenix Contact ist ein solches leichtes, robustes und intelligentes Hochspannungs-Prüfgerät für steckbare Überspannungsschutz-Geräte. Die Applikation ist zudem modular aufgebaut und sicher zu bedienen. Die Ausstattung umfasst einen Bedienbildschirm, einen Barcode-Scanner, eine speicherprogrammierbare Steuerung sowie ein fernsteuerbares und strombegrenzendes Hochspannungsnetzteil. Durch unterschiedliche Prüf­adapter ist es möglich, das Gerät an unterschiedliche Überspannungsschutz-Geräte anzupassen. Die Prüf­adapter kann der Anwender werkzeuglos austauschen, ohne dabei das Prüfgerät ausschalten zu müssen. Unterhalb der Ablageschale für den Barcode-Scanner befindet sich ein Fach für die Aufnahme eines weiteren Prüfadapters. Für Transport und Lagerung zusätzlicher Prüfadapter steht zudem ein robuster Transportkoffer des Herstellers zur Verfügung.

Der Prüfvorgang im Detail
Um ein Überspannungsschutz-Gerät mit der Anwendung zu prüfen, überträgt der Bediener die Artikelnummer per Barcode-Scanner oder mit Hilfe der virtuellen Tastatur. Hierdurch lädt das Gerät automatisch das richtige Prüfprogramm. Einbauorte oder Alphanumeriken können ebenfalls per Barcode oder virtueller Tastatur eingegeben werden. Im Anschluss erfolgt der Prüfvorgang aller relevanten Überspannungsschutz-Komponenten vollautomatisch; die Prüfergebnisse bewertet eine Bauteile-Datenbank. Das System erkennt defekte Überspannungsschutz-Geräte sowie vorgeschädigte Geräte, deren elektrische Parameter sich am Rande des Toleranzbereichs befinden. Das Prüfprotokoll mit Ergebnissen, Einbauorten und Alphanumeriken speichert die Applikation netzausfallsicher, optional kann der Bediener Daten auch per USB-Schnittstelle auf einen Stick übertragen. Die Prüfprotokolle kann das Personal mit Standard-Bürosoftware – etwa MS-Word oder MS-Excel – weiterverarbeiten.

Software-Update
Um künftig auch Überspannungsschutz-Geräte prüfen zu können, die es heute noch gar nicht gibt, ist es möglich per USB-Stick Software-Updates aufzuspielen. Diese Updates gibt es kostenlos für die Datenbank mit den prüfbaren Geräten, für die Firmware – Gerät und Bedienoberfläche – sowie für die Bediensprachen, von denen aktuell neun verschiedene erhältlich sind.

Zur Wartungspflicht
Prüfung ist vorgeschrieben

Die DIN EN 62305-3 Anhang E.7 fordert das regeläßige Prüfen und Warten von Blitzschutz-Systemen. Eine Prüfung der Überspannungsschutz-Geräte ist ebenfalls Bestandteil dieser Prüfung. Gemäß Tabelle E.2 der DIN EN 62305-3 ist auch der maximale Zeitabstand zwischen Prüfungen eines Blitzschutz-Systems vorgeschrieben. Die „umfassende Prüfung bei kritischen Situationen“ bezieht sich auf bauliche Anlagen, die sensible Systeme beinhalten, oder auf Anlagen mit einer größeren Anzahl von Personen. Explosionsgeschützte bauliche Anlagen sollten alle sechs Monate einer Sichtprüfung unterzogen werden. Der elektrische Test sollte einmal im Jahr erfolgen. In Anlagen mit hohen sicherheitstechnischen Anforderungen kann beispielsweise der Gesetzgeber vorschreiben, dass eine umfassende Prüfung erfolgen muss, wenn es zu Blitzeinschlägen innerhalb eines bestimmten Radius um die jeweilige Anlage gekommen ist.

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