Raffinerie-Projekt

Aramco zahlt 631 Mio. Dollar für Joint-Venture-Anteile von Shell

24.04.2019 Der staatliche Ölkonzern Saudi Aramco übernimmt die Anteile von Shell an einem gemeinsamen Joint Venture der beiden Konzerne im persischen Golf. Der arabische Konzern wird das bislang 50/50-geführte Raffinierie-Projekt künftig allein betreiben und zahlt dafür 631 Mio. US-Dollar.

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Saudi-Arabien will unabhängig vom Öl werden

Der saudische Staatskonzern Saudi Aramco soll an die Börse gebracht werden (Bild: Saudi Aramco)

Die Saudi Aramco Shell Refinery (Sasref) befindet sich am Industriestandort Jubail an der Westküste Saudi Arabiens. Die Raffinierie hat eine Kapazität von 305.000 Barrel/d und produziert seit 1985 Produkte wie Naphta, Kerosin, Diesel, Heizöl, Benzol, LPG und Schwefel. Die Übernahme soll bis Ende 2019 vollzogen werden, unterliegt jedoch noch der Zustimmung regulatorischer Behörden.

Shell schärft mit der Abgabe der Anteile sein Portfolio; Saudi Aramco verfolgt mit der Übernahme seine langfristige Strategie weiter, Raffineriekapazitäten und Downstream-Geschäfte auszubauen. „Die Partnerschaft mit Shell hat zu einer starken Leistungsbilanz in der Produktion von Raffinerieprodukten geführt“, erklärt Abdulaziz Al-Judaimi, Vizepräsident des Geschäftsbereichs Downstream bei Saudi Aramco. Der Ölkonzern will die allein geführte nun Raffinerie vollständig in sein Downstream-Portfolio integrieren: „Sasref wird weiterhin eine wichtige Anlage für unser Raffinerie- und Chemiegeschäft sein. Wir freuen uns darauf, deren Leistung und langfristige Konkurrenzfähigkeit weiter zu optimieren.“ (ak)

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