Kommunikationsprobleme ausgeschlossen

Automatische Inbetriebnahme von Stellantrieben mit AUMA Modbus Ring

28.09.2011 Dort, wo bei der Automatisierung von Armaturen große Distanzen überbrückt werden mussten, bei gleichzeitig hohen Anforderungen an die Datenübertragungssicherheit und die Verfügbarkeit, zum Beispiel in Tanklagern, wurde in den vergangenen Jahren viele Modbus-Ring-Lösungen installiert. Bestehend aus einer Sima-Master-Station und bis zu 247 Stellantrieben, können mit herkömmlichen Kupferkabeln Leitungslängen von insgesamt 296 km erreicht werden.

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Automatische Inbetriebnahme von Stellantrieben mit AUMA Modbus Ring

Automatische Inbetriebnahme von Stellantrieben mit Modbus Ring (Bild: Auma)

Wird der redundante Ring unterbrochen, bleibt dennoch die Datenkommunikation zu allen installierten Antrieben ohne Einschränkungen erhalten. Als Kommunikationsstandard wird das Modbus RTU Protokoll basierend auf RS-485 verwendet. Das System wurde von Auma nun weiterentwickelt. Die maximal mögliche Datenübertragungsrate wurde verdreifacht und die Antwortzeiten der Stellantriebe deutlich verkürzt; dies führt zu reduzierten Zykluszeiten und damit zu schnellem Reaktionsverhalten des Gesamtsystems. Wird nach dem Fertigstellen der Verdrahtung die Sima-Master-Station eingeschaltet, kann sie die Anzahl der angeschlossenen Stellantriebe ermitteln, automatisch die Slaveaddressen der Stellantriebe vergeben und die gewünschte Baudrate einstellen. Dadurch entfällt die manuelle Einstellung der Kommunikationsparameter an jedem einzelnen Stellantrieb, was in der Summe zu einer erheblichen Zeitersparnis bei der Inbetriebnahme führt. Kommunikationsprobleme in Folge doppelt vergebener Slaveaddressen oder falsch eingestellter Übertragungsraten sind ausgeschlossen.

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