Hohe Positioniergenauigkeit

Automatisierungslösung für Multiport-Armaturen

27.01.2020 Der Stellantriebshersteller Auma hat eine neue hochpräzise Automatisierungslösung für Multiport-Armaturen im Programm. Diese werden für Probenahme-Anwendungen in der Ölindustrie eingesetzt.

Entscheider-Facts

  • 0,3 Grad genau
  • bis zu 16 Ports
  • kurze Gesamtstellzeit

Kernkomponente der Lösung für Multiport-Armaturen sind die drehzahlvariablen Stellantriebe Saveex. Bis zu 16 verschiedene Ports können direkt angefahren werden. Durch der regelbare Motordrehzahl erreichen die Stellantriebe Positioniergenauigkeiten von 0,3 Grad und besser bei gleichzeitig kurzen Stellzeiten. Multiport-Armaturen mit integriertem Lift-Plug-Design werden ebenfalls unterstützt.
Multiport-Armaturen werden vor allem in der Öl- und Gasindustrie für die Probenahme aus mehreren Förderströmen eingesetzt. Jeder Förderstrom kann einzeln in dasselbe Probenahmesystem geleitet werden, um so die aktuelle Produktion zu überwachen. Da für das Umschalten von einem Port auf den nächsten eine sehr präzise Positionierung der Armatur erforderlich ist, stellt diese Anwendung höchste Ansprüche an die Antriebslösung.

Regelbare Motordrehzahl sorgt für kurze Stellzeit

Oil & Gas - Oil extraction - Multiport

Mit einer Positioniergenauigkeit von 0,3° und besser bei gleichzeitig kurzer Stellzeit erfüllt die Automatisierungslösung für Multiport-Armaturen die derzeit anspruchsvollsten Anforderungen auf dem Markt. Bild: Auma

Aufgrund der regelbaren Motordrehzahl der Saveex-Antriebe kann der Motor über den größten Teil des Stellwegs mit hoher Geschwindigkeit laufen, um so die Gesamtstellzeit niedrig zu halten. Kurz bevor der Armaturenstellkörper die gewünschte Position erreicht, wird dann die Geschwindigkeit stark reduziert. Dadurch wird ein Nachlauf praktisch vermieden und eine äußerst hohe Positioniergenauigkeit erreicht.
Bei hohen Drücken und hohen Temperaturen werden häufig Multiport-Armaturen mit integriertem Lift-Plug-Design eingesetzt. Dies stellt noch höhere Ansprüche an die Antriebslösung, da zwei verschiedene Bewegungen koordiniert werden müssen: Der Stellkörper muss zunächst aus seinem Sitz angehoben werden, bevor auf den gewünschten Port umgeschaltet werden kann. Hierfür wird ein zweiter Stellantrieb benötigt. Der Hersteller bietet hier eine einfache Lösung bestehend aus zwei Stellantrieben in Master-Slave Konfiguration. Gegenüber dem Leitsystem verhalten sie sich wie ein einziger Antrieb. Die beiden intelligenten Stellantriebs-Steuerungen übernehmen die Koordination des gesamten Bewegungsablaufs und der Verriegelungsfunktion.
Der Anbieter hat zudem die Unterstützung für Multiport-Armaturen auf weitere Kommunikationsprotokolle ausgeweitet: Zusätzlich zu Profibus DP, Modbus RTU und Modbus TCP/IP ist jetzt auch die Ansteuerung über Foundation Fieldbus möglich.

Ifat 2020 Halle C2 – 141/240

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