BASF: 6 % Umsatzzuwachs im 2. Quartal 2012

31.07.2012 Die BASF, Ludwigshafen, meldet eine „insgesamt solide“ Entwicklung des Geschäfts im 2. Quartal 2012. Der Umsatz verbesserte sich um 6 % auf 19,5 Mrd. Euro, das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen stieg um 11 % beziehungsweise 253 Mio. auf 2,5 Mrd. Euro. Das Unternehmen bestätigt zudem die Geschäftsprognose 2012.

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BASF: 6 % Umsatzzuwachs im 2. Quartal 2012

Der BASF-Vorstandsvorsitzende Dr. Kurt Bock wies bei der Vorstellung der aktuellen Geschäftszahlen für das 2. Quartal 2012 auf die zunehmenden konjunkturellen Risiken hin, unter anderem würde der chinesische Wachstumsmotor stottern (Bild: BASF)

Bei rückläufigen Absatzmengen im Chemiegeschäft, das die Segmente Chemicals, Plastics, Performance Products und Functional Solutions umfasst, trugen zu der Umsatzsteigerung vor allem die gute Entwicklung von Agricultural Solutions sowie von Oil & Gas bei. Im 1.Halbjahr 2012 betrug der Umsatz kumuliert 40,1 Mrd. Euro, das sind 6 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Das EBIT vor Sondereinflüssen lag mit über 5 Mrd. Euro auf dem Niveau des 1. Halbjahres 2011.

Der BASF-Vorstandsvorsitzende Dr. Kurt Bock wies bei der Vorstellung der aktuellen Geschäftszahlen auf die zunehmenden konjunkturellen Risiken hin: „Unsere Kunden agieren weiterhin vorsichtig und reduzierten ihre Lagerbestände, auch in Erwartung möglicherweise fallender Verkaufspreise in Folge rückläufiger Rohstoffkosten.“ Zudem würde der chinesische Wachstumsmotor stottern, mit der Folge, dass der BASF-Umsatz in Asien in lokaler Währung im 2. Quartal 2012, wie bereits im 1. Quartal 2012, zurückgegangen sei.

Der Blick auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der zurückliegenden Monate und auf den Auftragseingang führt dazu, dass die BASF die Rahmenbedingungen für 2012 insgesamt vorsichtiger einschätzt als noch zu Jahresbeginn. So sieht der das Unternehmen das Wachstum der Chemieproduktion um 0,6 % abgeschwächt bei 3,5 %. Die BASF rechnet auch nicht mit einer Belebung der Nachfrage im 2. Halbjahr 2012 im Vergleich zu den ersten sechs Monaten dieses Jahres. Der Margendruck werde anhalten, unter Umständen etwas abgefedert durch leicht rückläufige Rohstoffkosten.

Bock: „Wir streben unverändert an, Umsatz und Ergebnis gegenüber dem 2. Halbjahr 2011 zu steigern; eine Prognose, die vor allem durch die Wiederaufnahme unserer Ölproduktion in Libyen gestützt wird. Das Ergebnis in unserem Chemiegeschäft wird voraussichtlich unter dem Wert des Vorjahres liegen. Insgesamt erwarten wir nach wie vor, dass wir bei Umsatz und EBIT vor Sondereinflüssen, die Spitzenwerte von 2011 übertreffen werden.“

Im Geschäftssegment Chemicals lag der Umsatz vor allem durch den niedrigeren Absatz knapp unter dem Wert des Vorjahresquartals. Neben der schwächeren Nachfrage trug die im 3. Quartal 2011 vorgenommene Optimierung der Lieferkette bei Crackerprodukten zum Mengenrückgang bei. Im Segment Plastics wurde der Umsatz des 2. Quartals 2011 übertroffen. Bei einem schwächeren Absatz stützten vor allem positive Währungseffekte die Umsatzentwicklung. Geringere Margen bei einigen Grundprodukten führten zu einem signifikanten Ergebnisrückgang. Der Umsatz im Segment Performance Products nahm gegenüber dem Vorjahresquartal leicht zu. Maßgeblich hierfür waren positive Währungseffekte. Der Absatz war niedriger. Im Segment Functional Solutions wurde der Umsatz gesteigert. Im Segment Agricultural Solutions verlief das Geschäft sehr erfolgreich. Der Absatz stieg in allen Indikationen und Regionen. Gestiegene Mengen sowie höhere Gaspreise führten zu einer deutlichen Umsatzsteigerung im Segment Oil & Gas. Die Mengen im Erdgashandel nahmen durch eine stärkere Nachfrage an den Spothandelsmärkten zu. Nach dem Produktionsstopp in Libyen im Vorjahres konnte im 2. Quartal 2012 dort wieder durchgängig Erdöl gefördert werden.

(dw)

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