BASF baut Anlage zur Butadien-Extraktion in Antwerpen

06.07.2012 Die BASF baut an ihrem Verbundstandort in Antwerpen, Belgien, eine Anlage zur Butadien-Extraktion. Sie wird über eine Produktionskapazität von 155.000 t/a verfügen und im Laufe des Jahres 2014 in Betrieb gehen. Die Investitionssumme liegt im höheren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

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BASF baut Anlage zur Butadien-Extraktion in Antwerpen

Hintergrund der Entscheidung der BASF, eine Butadien-Extraktion in Antwerpen zu bauen, ist der weltweit knapper werdende Butadien-Markt. Offenbar will das Unternehmen auch selbst Butadien am Markt anbieten. Im Bild: BASF-Standort Antwerpen (Bild: BASF)

Hintergrund der Entscheidung ist der weltweit knapper werdende Butadien-Markt. In den vergangenen Jahren ist die am Markt verfügbare Menge an Butadien stark zurückgegangen. Zeitgleich ist eine steigende Nachfrage festzustellen, unter anderem aus der Reifenindustrie zur Produktion von Synthese-Kautschuk. Dies hat zu einem deutlichen Preisanstieg geführt. „Mit der Anlage sichern wir unsere Versorgung mit Butadien zu wettbewerbsfähigen Kosten“, sagt Dr. Uwe Kirchgäßner, Leiter der regionalen Geschäftseinheit Basic Petrochemicals Europe der BASF. Weitere Einsatzfelder sind beispielsweise die Herstellung von Papierchemikalien sowie die Kunststoffherstellung. „Zusätzlich werden wir auch Chancen im attraktiven externen Markt nutzen und damit langfristig zum wirtschaftlichen Erfolg beitragen“, erklärt Kirchgäßner. Die BASF betreibt bereits eine Anlage zur Butadien-Extraktion mit einer Kapazität von 105.000 t/a in Ludwigshafen.

Die Extraktion des Butadiens erfolgt auf Basis von Roh-C4, einem Produkt des Steamcrackers. „Die Anlage stärkt die Verbundproduktion in Antwerpen und stellt eine bedeutende Investition für den Standort dar“, sagt Wouter de Geest, Geschäftsführer der BASF Antwerpen. „Durch die verbesserte Integration der C4-Wertschöpfungskette werden außerdem Logistikaufwand und Verkehrsaufkommen reduziert“, sagt de Geest weiter. Im Rahmen der Investition werden 15 bis 20 Arbeitsplätze geschaffen.

(dw)

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