BASF baut MDI-Anlage im Landesinneren von China

29.03.2011 Die BASF hat die Genehmigung für den Neubau eines MDI-Komplexes im chinesischen Chongqing erhalten. Die Anlage wird eine Jahres­kapazität von 400.000 Tonnen MDI (Diphenylmethan­diisocyanat) haben. Die Investition beläuft sich auf rund 860 Millionen €. Die Anlage soll 2014 in Betrieb gehen.

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BASF baut MDI-Anlage im Landesinneren von China

CAE-Modell der geplanten MDI-Anlage (Bild: BASF)

Nach Prüfung der Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsstandards, zwei öffentlichen Beratungsrunden sowie zahlreicher Experten-Gutachten erhielt die BASF die Genehmigung für das Projekt von Chinas Regierungsbehörden . Der hochmoderne Industriekomplex wird aus einer MDI-Anlage, einer Nitrobenzolanlage sowie einer Anilinanlage bestehen und insgesamt 40 Hektar umfassen. Er bildet das Zentrum eines integrierten chemischen Produktionskomplexes, der vom Chongqing (Changshou) Chemical Industry Park betrieben wird.

„Chongqing befindet sich im Zentrum einer Wachstumsregion im Landesinneren von China. Hier zu investieren gibt uns Zugang zu einem der künftig größten MDI-Märkte der Welt“, sagte Dr. Martin Brudermüller, Vorstandsmitglied der BASF SE und verantwortlich für die Region Asien, Pazifischer Raum.

In dem Komplex wird BASF MDI produzieren, eine Kernkomponente für den vielseitigen Spezialkunststoff Polyurethan (PU). Polyurethane eignen sich zur Herstellung von Kälte- und Wärmedämmung und sind das bevorzugte Material, um Lebensmittel und Medikamente bei Produktion, Transport und Lagerung kalt zu halten. Aufgrund ihrer besonderen Dämmeigenschaften werden Polyurethane in den meisten Kühl- und Gefriergeräten verwendet, zur Dämmung von Warmwasserspeichern sowie zur Isolierung von Fernwärme- oder Kühlleitungen eingesetzt. In China betreibt BASF seit 2006 in Caojing (Shanghai) eine MDI-Anlage. Weitere Produktions­standorte sind in Antwerpen/Belgien, Yeosu/Korea und Geismar/USA.

Zusätzlich zu der Produktionsanlage für MDI wird BASF in Chongqing auch ein Polyurethan-Systemhaus eröffnen, um der steigenden Nachfrage in wichtigen Branchen wie der Bau-, Haushaltsgeräte-, Transport- und Schuhindustrie Rechnung zu tragen. Das neue Systemhaus wird neben Vertrieb und technischem Service über hochmoderne lokale Entwicklungs- und Produktionseinheiten verfügen, um den Kunden schnellen und kompetenten Service zu bieten.

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