BASF eröffnet Forschungs- und Anwendungszentrum für Batterien in Japan

06.02.2014 Die BASF, Ludwigshafen, hat ein Labor für Forschung und Entwicklung (F&E) und ein Zentrum für Anwendungstechnik für Batteriematerialien in Japan eröffnet. Geforscht wird an Elektrolyten und Elektrodenmaterialien für Lithium-Ionen-Batterien. Die Anwendungstechnik entwickelt kundenorientierte Lösungen für den japanischen Markt.

BASF eröffnet Forschungs- und Anwendungszentrum für Batterien in Japan

Die BASF hat in Japan ein Labor für Forschung und Entwicklung (F&E) sowie ein Zentrum für Anwendungstechnik für Batteriematerialien in Amagasaki eröffnet (Bild: BASF)

Die neue Einrichtung, die sich im Amagasaki Research Incubation Center (ARIC) befindet, ist die erste des Chemieunternehmens in der Region Asien-Pazifik, die die Entwicklung und Forschung von Batteriematerialien mit der Anwendungstechnik verbindet. Das Labor wird sich auf die Entwicklung von Elektrolyten und Elektrodenmaterialien für Hochleistungsbatterien konzentrieren. Zudem wird das Forschungslabor zusammen mit japanischen Kunden Entwicklungsprojekte durchführen. Dadurch sollen die Anforderungen ihrer Kunden noch schneller bedient werden. Die F&E-Kooperationen mit führenden japanischen Forschungsinstituten und Batterieherstellern sollen ausgeweitet werden.

Die gesamte Investitionssumme für die Einrichtung in Amagasaki, mit neuen Büros und Laboren auf einer Fläche von 600 m2, beträgt mehrere Millionen Euro. Das Labor wird die organische und anorganische Synthese, Analytik und elektrochemische Testungen in einer Gruppe zusammenfassen. Dieser Zusammenschluss erleichtert es zu verstehen, wie die unterschiedlichen Materialien, beispielsweise Elektroden und Elektrolyte, miteinander in Batterieanwendungen reagieren, so dass diese besser optimiert werden können. Dabei wird das Unternehmen die zunehmenden Synergien mit bereits existierenden BASF-Teams nutzen, die an der Chemie zum Einsatz in organischen Solarzellen und Elektronikmaterialien forschen.

„Das neue Labor für Batteriematerialien in Amagasaki ist ein wichtiger Schritt, um unser erfolgreiches Netzwerk für Forschung und Entwicklung mit Instituten und der Industrie auch in Japan weiter auszubauen“, sagte Dr. Peter Schuhmacher, President Process Research and Chemical Engineering, BASF. „Die Ergänzung durch Amagasaki zu diesem globalen Netzwerk zeigt unser andauerndes Bestreben, die Industrie für Batteriematerialien voranzubringen.“

Dr. Jörg-Christian Steck, Representative Director and President, BASF Japan, sagte: „Japan ist eines der führenden Länder in der Batterieherstellung und -entwicklung. Amagasaki, in der Region Kansai, ist der ideale Standort für das neue Zentrum für Anwendungstechnik für Batteriematerialien. Unsere Präsenz in Forschung und Entwicklung in Japan bringt uns näher zu den Kunden und ermöglicht uns, deren Anforderungen noch besser zu erfüllen.“

Die BASF investiert mehrere hundert Millionen Euro zwischen 2011 und 2016 in die Forschung, Entwicklung und Produktion von Batteriematerialien. Um ihre weltweite Position in diesem Feld zu verstärken, hat das Unternehmen im Oktober 2013 verkündet, 25 Mio. US-Dollar in die Renovierung und Erweiterung des F&E-Zentrums in Beachwood, USA, zu investieren. Bis zum Jahr 2020 erwartet das Unternehmen mit Batteriematerialien einen weltweiten Umsatz von mindestens 500 Mio. Euro. 2012 beschäftigte BASF 1.309 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Japan und erzielte einen Umsatz von 1,6 Mrd. Euro.

(dw)

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