Ausbau der Ethylenoxid-Kapazität

BASF investiert halbe Milliarde in Antwerpen

01.10.2019 BASF hat ein Großprojekt in Antwerpen angekündigt: Die Kapazitäten für Ethylenoxid und Ethylenoxid-Derivate am belgischen Verbundstandort sollen um 400.000 t/a steigen. Das entspricht beinahe der Hälfte der derzeitigen Kapazitäten an den europäischen Standorten. Der Chemiekonzern investiert für das Projekt insgesamt 500 Mio. Euro.

Die Erweiterung in Antwerpen umfasst eine zweite World-Scale-Produktionslinie für Ethylenoxid, einschließlich Kapazitäten für hochreines Ethylenoxid. Bestandteil des BASF-Projekts sind zudem Investitionen in einige Anlagen zur Herstellung von Ethylenoxid-Derivaten. Zu diesen Derivaten zählen nichtionische Tenside, Glykolether für Automobilanwendungen sowie verschiedene andere nachgelagerte Alkoxylate.

Einsatz bei selbstfahrenden Autos

BASF rüstet Superabsorber-Produktion um: 500 Mio. Euro-Invest

Antwerpen ist der zweitgrößte Produktionsstandort der BASF. (Bild: BASF)

Dazu gehört beispielsweise auch Trimethylglykol. Durch die erhöhte Produktionskapazität für diese Chemikalie hofft BASF, die steigende Nachfrage nach leistungsfähigen Bremsflüssigkeiten in Europa und Asien bedienen zu können. „Die zunehmende Anzahl von automatisierten Fahrzeugen, die etwa Systeme zur Geschwindigkeits- und Abstandsregelung nutzen, benötigen Bremsflüssigkeiten, die auch unter anspruchsvollen Bedingungen sehr gute Leistung erbringen“, erklärt Anup Kothari, President Performance Chemicals von BASF. Weitere Produkte, die auf Ethylenoxid basieren, kommen beispielsweise in der Haushalts- und Pflegemittelindustrie zum Einsatz.

In Europa betreibt BASF derzeit Ethylenoxid-Anlagen in Antwerpen und Ludwigshafen mit einer Gesamtkapazität von 845.000 t/a. Das Unternehmen ist damit nach eigenen Angaben der größte Hersteller von Ethylenoxid-Derivaten auf dem Kontinent. (jg)

 

 


Anlagenprojekte 3. Quartal 2019

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