Patentierte Technologie

BASF investiert in chinesischen 3D-Druck-Spezialisten Prismlab

08.11.2018 BASF hat eine Beteiligung am 3D-Druck-Spezialisten Prismlab mit Sitz in Shanghai bekanntgegeben. Der Chemiekonzern investiert damit erstmals über seine Wagniskapital-Gesellschaft direkt in ein chinesisches Unternehmen und ist besonders an dessen patentiertem Druckprozess interessiert.

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Markus Solibieda, Geschäftsführer von BASF Venture Capital, ist von der Prismlab-Technologie überzeugt. (Bild: BASF)

Markus Solibieda, Geschäftsführer von BASF Venture Capital, ist von der Prismlab-Technologie überzeugt. (Bild: BASF)

Prismlab hat mit der „Pixel Resolution Enhanced Technology“ einen Druckprozess entwickelt, der auf der Stereolithographie (SLA) basiert. Damit lassen sich nach Angaben von BASF vergleichsweise große und stabile Teile aus lichthärtenden Harzen herstellen. Die Technologie steigere die Druckauflösung ohne Beeinträchtigung der Druckgeschwindigkeit. Um die Energiemenge zu erhöhen, die in einen Pixel eingebracht wird, teilt Prismlab jeden Pixel in mehrere kleine Bereiche, die individuell durch Belichtung mit LCDs ausgehärtet werden können. Dies erhöht den Energieeintrag in jeden Pixel gegenüber ähnlichen Prozessen, in denen jeder Pixel einmalig beleuchtet wird. Die Nutzung von LCD-Lichtquellen reduziert laut BASF zudem die Prozesskosten.

Die Technologie erlaube damit etwa den 3D-Druck medizinischer Zahnspangen oder anatomischer Modelle oder in der Schuh- und Möbelindustrie. Prismlab will das von BASF investierte Geld nun nutzen, um die eigenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten weiter voranzutreiben.

(jg)

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