Verein Deutscher Ingenieure

BASF-Mann Dahlhaus neuer Vorsitzender der GVC

08.01.2020 Die Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (GVC) ist mit über 13.000 Mitgliedern eine der größten im Verein Deutscher Ingenieure (VDI) – und hat nun einen neuen Vorsitzenden: Zum 1. Januar hat Dr. Jürgen Dahlhaus, BASF, die Nachfolge von Dr.-Ing. Claas-Jürgen Klasen, Evonik, angetreten. Sein Programm ist ehrgeizig.

Dahlhaus ist seit 1994 bei BASF und hatte verschiedene Positionen in Forschung, Produktion und Strategie inne. Er war unter anderem global verantwortlich für die Technologie bei Polyurethanen und bei Petrochemikalien. Seit 2016 ist er in Ludwigshafen als Senior Vice President für Process Engineering (Verfahrensentwicklung und Verfahrenstechnik) tätig. Somit übernimmt erneut ein erfahrener Vertreter eines bedeutenden deutschen Chemieunternehmens den Vorsitz der GVC. Dies soll den Bezug zu Praxis, Produktion und verfahrenstechnischer Anwendung sichern.

Ingenieure entscheidend für CO2-Herausforderung

Dr. Jürgen Dahlhaus ist neuer Vorsitzender der GVC. (Bild: BASF)

Dr. Jürgen Dahlhaus ist neuer Vorsitzender der GVC. (Bild: BASF)

Vor dem Hintergrund der aktuellen Klimadiskussion betont Dahlhaus, wie wichtig Innovationen zur CO2-neutralen Produktion sind. Dies gelte vor allem für eine vergleichsweise energie- und CO2-intensive Branche wie der Chemieindustrie. Die komplexer werdenden Herausforderungen müssen laut Dahlhaus gemeinsam von Industrie, Hochschulen und Politik angegangen werden. Produktionsanlagen sollten nicht nur zuverlässig und sicher, sondern auch ressourcenschonend betrieben werden. Um dies auch für den Standort Deutschland möglichst wettbewerbsfähig zu gestalten, seien Ingenieurinnen und Ingenieure für die Optimierung bestehender und die Ausarbeitung grundlegend neuer Technologien von großer Bedeutung.

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Wissenschaftlichen Nachwuchs fördern

Besonders wichtig sind dem neuen GVC-Vorsitzenden auch die Nachwuchsförderung und die verstärkte Zusammenarbeit von Forschung und Produktion. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Methoden müssten für alle Ingenieurinnen und Ingenieure in der Praxis besser verfügbar sein, um in Zeiten immer schnelleren Wandels den sich ändernden Anforderungen gerecht zu werden. „Wir haben es zusammen mit unserem wissenschaftlichen Nachwuchs in der Hand und im Kopf, Verfahren und Prozesse zu verbessern und wertvolle Ressourcen zu schonen“, erklärte Dahlhaus bei seiner Wahl. (jg)

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