Chemieunfall

BASF meldet Produktaustritt in Ludwigshafen

22.03.2017 Am gestrigen Nachmittag, dem 21. März 2017, kam es bei der BASF in Ludwigshafen in einer Anlage im Werksteil Süd zu einem Produktaustritt: Bei Wartungsarbeiten trat eine geringe Menge von Chlorwasserstoff aus einem Verdichter aus.

Die Werkfeuerwehr war mit Wasserwerfern im Einsatz. Vier Mitarbeiter einer externen Firma und ein BASF-Mitarbeiter wurden laut Unternehmensmeldung vorsorglich wegen Schleimhautreizungen der Ambulanz vorgestellt. Der betroffene Betriebsteil war wegen Reparaturarbeiten abgestellt. Die BASF-Umweltmesswagen waren innerhalb und außerhalb des Werksgeländes unterwegs und stellten keine erhöhten Messwerte fest.

Chlorwasserstoff ist im Sicherheitsdatenblatt folgendermaßen gekennzeichnet:

  • Enthält Gas unter Druck; kann bei Erwärmung explodieren.
  • Giftig bei Einatmen.
  • Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.

Chlorwasserstoff ist Ausgangsstoff für zahlreiche chemische Produkte.

Bereits im vergangenen Jahr gab es bei Wartungsarbeiten auf dem Werksgelände einen folgenschweren Unfall; damals waren nach einer Explosion drei Todesopfer zu beklagen.

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