Gefüllte Produktpipeline

BASF mit großen Zielen in der Agrarchemie

02.03.2020 BASF hat ehrgeizige Ziele für seine neuaufgestellte Landwirtschaftssparte bekanntgegeben: Bis Ende des Jahrzehnts will der Chemiekonzern mehr als 30 neue Produkte mit einem Umsatzpotenzial von 7,5 Mrd. Euro auf den Markt bringen.

Zur Pipeline gehören neuartiges Saatgut und Traits, chemische und biologische Pflanzenschutzprodukte sowie digitale Lösungen und neue Formulierungen. Entsprechend der BASF-Strategie für die Landwirtschaft will sich das Unternehmen verstärkt auf ein kombiniertes Portfolio für Landwirte konzentrieren, um eine Balance zwischen landwirtschaftlicher Produktivität, Umweltschutz und gesellschaftlichen Bedürfnissen zu ermöglichen. BASF beansprucht eine „branchenführende Position“ im Bereich der nachhaltigen Landwirtschaft.

Forschungsinvestitionen bleiben hoch

Landwirte mit Tablet auf einem Rapsfeld

Rapsanbau gehört zu den strategischen Zielsegmenten der Agrarsparte. (Bild: BASF)

Dazu hat der Chemiekonzern auch sein F&E-Portfolios auf Nachhaltigkeitskriterien ausgerichtet. BASF plant die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) für landwirtschaftliche Lösungen im Jahr 2020 auf dem Vorjahresniveau zu halten. 2019 hat der Chemiekonzern im Bereich Agricultural Solutions 879 Mio. Euro in F&E investiert; gemessen am Umsatz des Segments sind dies rund 11 %. 2018 hatte BASF weite Teile des Agrarchemie- und Saatgut-Geschäfts von Bayer übernommen.

Vier strategische Zukunftssegemente

Um den heutigen Herausforderungen in der Landwirtschaft gerecht zu werden, will der Chemiekonzern seine Innovationspipeline auf neue Technologien und Lösungen für vier strategische Kundensegmente und deren Anbausysteme konzentrieren:

  • Soja, Mais, Baumwolle,
  • Reis,
  • Obst und Gemüse,
  • Weizen, Raps und Sonnenblumen.

Für letzteres Anbausystem entwickelt BASF etwa Lösungen für eine klimabeständige Landwirtschaft mit ertragreicheren, hitze- und trockenheitstoleranten Kulturen, die weniger Ressourcen wie Wasser und Pflanzenschutzmittel benötigen. Gelbsamiger Raps der Marke Libertylink, der unter anspruchsvolleren Bedingungen angebaut werden kann, soll ab Mitte des Jahrzehnts Weizenanbauern in trockenen Gebieten Nordamerikas neue Möglichkeiten in der Fruchtfolge bieten, da dort Trockenheit und Hitze den Anbau üblicher Rapssorten erschweren. Zugeschnittene Lösungen sollen außerdem auch bei Pflanzenschutz-Mitteln (Herbizide, Fungizide und Insektizide) auf den Markt kommen. (jg)

Ausblick der Chemieindustrie in Deutschland 2020

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