Nach Anlagenstopp im November

BASF: Neustart der TDI-Produktion in Ludwigshafen

09.01.2019 Aufgrund des niedrigen Rheinpegels musste BASF im November 2018 die Produktion von Toluoldiisocyanat (TDI) in Ludwigshafen stoppen. Jetzt hat der Chemiekonzern die integrierte Anlage offenbar wieder angeworfen – bis die Produktion wieder voll läuft, dauert es allerdings noch.

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Fakten zum Großbrand bei der BASF

Der Rhein ist ein wichtiger Weg für den Rohstofftransport – und sorgte 2018 für Probleme. (Bild: BASF)

Das Niedrigwasser infolge der Hitzewelle hatte im Sommer und Herbst zu Einschränkungen beim Schiffsverkehr geführt, sodass nicht alle benötigten Rohstoffe wie Toluol zum Werk nach Ludwigshafen gelangten. Der gestiegene Logistikaufwand sowie Produktionsausfälle drückten auch auf den Gewinn der BASF. Inzwischen konnte das Unternehmen die Lagerbestände wieder ausreichend aufstocken, wie ein BASF-Sprecher dem Mannheimer Morgen bestätigte. „Wir starten jetzt schrittweise den Produktionsprozess von TDI und seiner Vorprodukte im Werk Ludwigshafen, wie es für solch eine integrierte Anlage üblich ist“, sagte der Sprecher gegenüber der Zeitung. Die Produktion des Zielproduktes könnte dann in den nächsten zwei bis drei Wochen wieder beginnen.

Teuerste Anlage in Ludwigshafen

TDI-Anlage am Standort Ludwigshafen / TDI plant at Ludwigshafen site

Die TDI-Anlage in Ludwigshafen hat über eine Milliarde Euro gekostet. (Bild: BASF)

Die moderne TDI-Anlage mit einer Kapazität von 300.000 t/a hat BASF erst 2015 eingeweiht. In das Projekt investierte der Konzern einschließlich der Vorstufen mehr als eine Milliarde Euro – die bis dahin größte Investition am Standort Ludwigshafen. TDI ist ein wichtiger Ausgangsstoff für den Spezialkunststoff Polyurethan und kommt unter anderem in der Möbelindustrie (elastische Schäume für Matratzen, Polsterung oder Holzbeschichtungen) sowie in der Automobilindustrie (Sitzpolster) zum Einsatz. (jg)

 

 

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