Kaufpreis 7,6 Milliarden Euro

BASF schließt Erwerb von Bayer-Geschäften ab

02.08.2018 Es ist vollbracht: BASF hat den Erwerb einer Reihe von Geschäften und Vermögenswerten von Bayer abgeschlossen. Bayer musste sich im Zuge der Monsanto-Übernahme von Agrarchemie- und Saatgut-Geschäftsteilen trennen, die nun zu BASF gehören.

Anzeige
BASF hat den Erwerb einer Reihe von Geschäften und Vermögenswerten von Bayer, darunter auch das Raps-Saatgutgeschäft in Kanada, abgeschlossen. (Bild: BASF)

BASF hat den Erwerb einer Reihe von Geschäften und Vermögenswerten von Bayer, darunter auch das Raps-Saatgutgeschäft in Kanada, abgeschlossen. (Bild: BASF)

„Durch diesen strategischen Schritt erweitern wir unser starkes Agricultural-Solutions-Portfolio um hervorragende Geschäftsfelder und steigern damit unser Innovationspotenzial. Insgesamt können wir damit unseren Kunden ein noch umfassenderes und attraktiveres Angebot machen“, sagt Dr. Martin Brudermüller, Vorstandsvorsitzender und Chief Technology Officer der BASF. Bei der Transaktion handelt es sich um eine strategische Ergänzung der BASF-Aktivitäten in den Bereichen Pflanzenschutz, Biotechnologie und Digital Farming. Gleichzeitig bedeutet sie den Einstieg in die Geschäfte mit Saatgut und nicht-selektiven Herbiziden sowie die Saatgutbehandlung mit Nematiziden. „Diese Akquisition verändert die BASF im Agrarsektor. Sie stärkt unsere Marktposition bei Agrarlösungen und schafft neue Wachstumsmöglichkeiten“, sagt Saori Dubourg, Vorstandsmitglied der BASF und verantwortlich für das Segment Agricultural Solutions. „Wir freuen uns auf den gemeinsamen Weg und begrüßen die neuen Kollegen herzlich bei BASF.“

BASF hat im Oktober 2017 und im April 2018 Vereinbarungen zum Erwerb von Geschäften und Vermögenswerten unterzeichnet, die Bayer im Zusammenhang mit seiner Übernahme von Monsanto zum Verkauf angeboten hatte. Der Kaufpreis beträgt 7,6 Mrd. Euro in bar, vorbehaltlich bestimmter Anpassungen zum Abschluss der Transaktion. Mit der Akquisition treten etwa 4.500 Mitarbeiter zu BASF über. Die Vereinbarungen umfassen Bayers globales Glufosinat-Ammonium-Geschäft, die Saatgutgeschäfte einschließlich der Traits sowie der Forschungs- und Züchtungskapazitäten und der entsprechenden Marken für wichtige Feldkulturen in ausgewählten Märkten. Außerdem werden übernommen: das Gemüsesaatgutgeschäft, die Forschungsplattform für Weizen-Hybride, eine Reihe von Produkten zur Saatgutbehandlung, bestimmte Glyphosat-basierte Herbizide in Europa, die im Wesentlichen im industriellen Bereich eingesetzt werden, die komplette Digital-Farming-Plattform Xarvio sowie bestimmte Forschungsvorhaben in den Bereichen nicht-selektiver Herbizide und Nematizide. Bis auf das Gemüsesaatgutgeschäft, dessen Abschluss Mitte August 2018 vorgesehen ist, sind diese Transaktionen nun abgeschlossen.

Crop Protection heißt jetzt Agricultural Solutions

Kunden profitieren von der Akquisition, da ihnen mehr Instrumente zur Steigerung ihrer Erträge, der Erntequalität und Rentabilität zur Verfügung stehen werden. „Durch noch bessere Forschungs- und Entwicklungkapazitäten werden wir mit leistungsstarken Lösungen von der Aussaat bis zur Ernte den Wettbewerb auf dem Markt erhöhen. Für Kunden bedeutet das eine echte Auswahl – heute und auch in der Zukunft“, erläutert Markus Heldt, Leiter des BASF-Unternehmensbereichs Agricultural Solutions. „Nachdem wir monatelang den nahtlosen Übergang der Geschäfte und den reibungslosen Eintritt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorbereitet haben, möchten wir nun alle gerne loslegen – als neues Team und mit unserem erweiterten Geschäft und Potenzial.“ Um den größeren Umfang ihres Agrargeschäfts zu verdeutlichen, hat BASF den Unternehmensbereich Crop Protection in Agricultural Solutions umbenannt. Des Weiteren wurde in dem Unternehmensbereich eine neue globale Geschäftseinheit für Saatgut und Traits etabliert.

Loader-Icon