BASF und CSM gründen Joint Venture für biobasierte Bernsteinsäure

09.10.2012 Die BASF in Ludwigshafen und Purac im niederländischen Gorinchem, ein Tochterunternehmen von CSM in Diemen in Niederlande, gründen ein 50:50-Gemeinschaftsunternehmen für die Herstellung und Vermarktung biobasierter Bernsteinsäure. Neben der Modifizierung einer bestehenden Produktionsanlage ist der Bau einer weiteren Fermentationsanlage geplant.

Anzeige
BASF und CSM gründen Joint Venture für biobasierte Bernsteinsäure

Das Gemeinschaftsunternehmen Succinity (50:50 BASF und Purac) in Düsseldorf soll im Jahr 2013 biobasierte Bernsteinsäure herstellen und vermarkten (Bild: Franz Pfluegl-Fotolia)

Der Sitz des Unternehmens soll in Düsseldorf sein. Vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden wird das Unternehmen seine Geschäftstätigkeit unter dem Namen Succinity im Jahr 2013 aufnehmen.

Im Rahmen einer Kooperation forschen BASF und CSM seit 2009 auf dem Gebiet der Bernsteinsäure. Die sich ergänzenden Stärken der beiden Unternehmen in Bezug auf Fermentation und Aufarbeitung führten zur Entwicklung eines nachhaltigen und hocheffizienten Herstellungsprozesses, der auf einem proprietären Mikroorganismus basiert. Das verwendete Bakterium Basfia succiniciproducens, das Bernsteinsäure auf natürlichem Weg produziert, kann aus einer Vielzahl erneuerbarer Rohstoffe biobasierte Bernsteinsäure herstellen. Das neue Verfahren kombiniert hohe Effizienz mit dem Einsatz nachwachsender Rohstoffe und der Bindung des Treibhausgases Kohlendioxid bei der Produktion von Bernsteinsäure. Dies macht die Bernsteinsäure zu einer ökonomisch und ökologisch attraktiven Alternative zu petrochemischen Rohstoffen.

Die Nachfrage nach Bernsteinsäure wird in den kommenden Jahren voraussichtlich stark wachsen, dies vor allem durch ihren Einsatz bei der Herstellung von Biokunststoffen, chemischen Zwischenprodukten, Lösemitteln, Polyurethanen und Weichmachern.

BASF und CSM arbeiten derzeit an der Modifikation einer bestehenden Fermentationsanlage für die Produktion von Bernsteinsäure am Purac-Standort in Montmelo in der Nähe von Barcelona/Spanien. Mit dieser Anlage, die Ende 2013 mit einer jährlichen Kapazität von 10.000 t Bernsteinsäure in Betrieb geht, wird das neue Gemeinschaftsunternehmen eine global führende Position einnehmen. Hinzu kommt die Planung einer zweiten Großanlage mit einer jährlichen Kapazität von 50.000 t Bernsteinsäure zur Vorbereitung auf den erwarteten Nachfrageanstieg. Die endgültige Investitionsentscheidung für diese Anlage erfolgt nach einer erfolgreichen Markteinführung.

„Wir wissen aus vielen Gesprächen mit Kunden und aufgrund von Musterlieferungen, dass sich die Nachfrage nach biobasierter Bernsteinsäure, zum Beispiel für biologisch abbaubare Kunststoffe, schneller und stärker als bisher entwickeln wird“, sagte Fabrizio Rampinelli, Geschäftsführer der Purac.

(dw)

Loader-Icon