BAVC: Die Politik soll die reale Wirtschaft unterstützen

18.02.2013 „Die bis vor Kurzem vorherrschende Meinung, je weniger Industrie, desto moderner und zukunftsfähiger sei eine Volkswirtschaft, war ein Zerrbild der Wirklichkeit“, schreibt der Bundesarbeitgeberverband Chemie in seinem neuesten Informationsbrief für Führungskräfte in der chemischen Industrie.

BAVC: Die Politik soll die reale Wirtschaft unterstützen

Klare Ansage an deutsche Politiker: „Die Politik ist gut beraten, die reale Wirtschaft effektiv zu unterstützen, statt sie zu behindern, wie dies leider noch zu oft geschieht“, sagt BAVC-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Goos (Bild: BAVC)

„Schon vor zehn Jahren war es die Industrie, die Jobs und Wohlstand gesichert hat. Und es ist die Industrie, die mit ihrer Nachfrage zahlreiche Dienstleistungen überhaupt erst entstehen lässt. Wachstumsbeiträge können Unternehmen aber nur leisten, wenn auch die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen stimmen“, heißt es darin weiter. Dazu sagt BAVC-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Goos: „Die Politik ist gut beraten, die reale Wirtschaft effektiv zu unterstützen, statt sie zu behindern, wie dies leider noch zu oft geschieht. Nicht auszudenken, wie es heute um Deutschland stünde, wäre die Industrie als Rettungsanker in der Krise ausgefallen.“

Mit einem Umsatz von zuletzt 184 Mrd. Euro sei die chemische Industrie eine der tragenden Säulen des verarbeitenden Gewerbes. Sie biete Lösungen für globale Herausforderungen etwa in den Bereichen Energie, Gesundheit und Mobilität. Ein starker Industriestandort brauche Chemie, und Chemie brauche einen starken Industriestandort. Somit sei es kein Wunder, dass sich die Chemie-Sozialpartner IG BCE und BAVC über Jahrzehnte für dessen Stärkung einsetzten und mit ihrer innovativen und flexiblen Tarifpolitik Lösungen für Megatrends, wie zum Beispiel Demografie, entwickelten, heißt in dem Informationsbrief weiter.

(dw)

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