Verkauf des Gemüsesaatgut-Geschäfts

Bayer-BASF-Deal abgeschlossen: Weg frei für Monsanto-Integration

17.08.2018 Bayer hat den Verkauf des globalen Gemüsesaatgut-Geschäfts an die BASF abgeschlossen. Damit sind die Voraussetzungen für die Integration von Monsanto in den Bayer-Konzern erfüllt. Dieser schaltet sich nun auch in den Streit um das kalifornische Glyphosat-Urteil ein.

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Die Noch-Bayer-Tochter Nunhems bietet Saatgut für etwa 25 Gemüsekulturen. (Bild: BASF)

BASF hat das Gemüsesaatgut-Geschäft von Bayer erworben. (Bild: BASF)

Das Gemüsesaatgut-Geschäft, das nun den Besitzer gewechselt hat, umfasst rund 2.600 Sorten und erzielte 2017 einen Gesamtumsatz von 2,2 Mrd. Euro. Der Kaufpreis beträgt insgesamt 7,6 Mrd. Euro in bar. Das US-Justizministerium hatte den Abschluss des Deals zur Bedingung für die vollständige Übernahme von Monsanto gemacht. Bayer kann nun damit beginnen, die Agrartochter in den Konzern zu integrieren. Das Unternehmen erwartet daraus schon ab dem Jahr 2019 einen positiven Beitrag zum bereinigten Ergebnis.

Bayer wehrt sich gegen Glyphosat-Urteil

Mit Monsanto hat sich Bayer jedoch auch Risiken ins Haus geholt: Ein US-Gericht verurteilte das Unternehmen zuletzt zu einer Schadenersatzzahlung von 289 Mio. US-Dollar, weil es nicht vor dem Risiko der krebserregenden Wirkung des Unkrautvernichters Glyphosat gewarnt habe. Bayer widersprach nun der Auffassung des Gerichts: Die Entscheidung der Jury stehe im Widerspruch zu bestehenden wissenschaftlichen Erkenntnissen, jahrzehntelangen praktischen Erfahrungen und den Einschätzungen von Regulierungsbehörden weltweit. Monsanto werde gegen das Urteil Rechtsmittel einlegen. Erst mit dem Start der Integration erhalte Bayer nun auch die Möglichkeit, sich aktiv in die Verteidigung bei diesem und anderen Verfahren einzubringen.

(jg)

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