Übernahme durch Infrastruktur-Investor

Bayer: Currenta-Verkauf an Macquarie ist abgeschlossen

02.12.2019 Der Pharma- und Pflanzenschutzkonzern Bayer hat den Verkauf seines 60-prozentigen Anteils am Chempark-Betreiber Currenta abgeschlossen. Käufer ist der aus Australien stammende Infrastruktur-Finanzinvestor Macquarie Infrastructure and Real Assets (Mira).

Bayer und Mira hatten im August eine Vereinbarung über die Übernahme von Currenta getroffen. Mittlerweile seien die Bedingungen für die Transaktion erfüllt – einschließlich der Zustimmung der zuständigen Behörden. Hintergrund für die Veräußerung der Anteile sind im Wesentlichen die veränderte Position von Bayer als Kunde im Chempark nach der Ausgründung von Covestro sowie die Fokussierung von Bayer auf seine Kernaktivitäten. Mira gilt als weltweit größter Infrastruktur-Investor, das Unternehmen ist seit 30 Jahren in Deutschland tätig.

Langfristig oder mittelfristig?

Kompendium Industrieparks, englische Ausgabe 2009

Bayer hat seine Anteile an Currenta verkauft. Bild: Currenta

„Wir freuen uns, mit Mira als dem weltweit führenden Infrastrukturbetreiber den richtigen Partner gefunden zu haben, der die Currenta mit seiner internationalen Expertise erfolgreich weiterentwickeln kann“, sagte Dr. Hartmut Klusik, Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor des Life Science-Konzerns. „Zudem ist Mira langfristig orientiert und wird auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Currenta ein verlässlicher Arbeitgeber sein.“ Das Unternehmen aus Leverkusen betont in der aktuellen Pressemeldung die Langfristgigkeit der mit Mira abgeschlossenen Dienstleistungs- und Versorgungsverträge: „Wir werden auch weiterhin eng mit der Currenta zusammenarbeiten“, betonte Klusik. Eine CT-Recherche zum Hintergrund des Verkaufs zeigt allerdings, dass die beiden Mira-Fonds, in denen die Currenta-Assets abgebildet werden, lediglich eine begrenzte Laufzeit haben.

3,5 Mrd. Euro Investition

Currenta managt und betreibt Infrastruktur, Energieversorgung und weitere wesentliche Dienstleistungen in den Chemparks in Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen. Das Unternehmen wird, einschließlich eines von Bayer übertragenen Immobilienportfolios, vor Abzug der Nettoverschuldung und der Pensionsverpflichtungen mit einem Gesamtunternehmenswert von 3,5 Milliarden Euro bewertet. Zusätzlich veräußert Bayer ein umfangreiches Paket von Liegenschaften und Infrastruktur für 180 Millionen Euro an die Currenta-Gruppe, um diese zu stärken.

(as)

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