"Gesundheitlich bedenklich"

Bayer-Insektizid Thiacloprid verliert EU-Zulassung

14.01.2020 Das Insektizid Thiacloprid von Bayer hat wie erwartet von der EU-Kommission keine weitere Zulassung erhalten. Für das Verbot hatte sich unter anderem auch Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner eingesetzt, da der Wirkstoff als „gesundheitlich bedenklich“ und schädlich für Bienen sowie andere Bestäuber gelte.

„Solche Wirkstoffe müssen vom Markt“, erklärte Klöckner im vergangenen Mai. Bereits im Oktober hatte eine Mehrheit der EU-Länder für das Verbot gestimmt. Jetzt folgte der endgültige Beschluss, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Die aktuelle Zulassung des Mittels in der EU läuft damit Ende April aus.

Raps

Thiacloprid kommt vor allem im Rapsanbau zum Einsatz. (Bild: cl_stock – AdobeStock)

Das Insektizid aus der Klasse der Neonicotinoide kommt in Bayer-Produkten der Marke Biscaya zum Einsatz. Es spielt vor allem eine Rolle bei der Bekämpfung von Schädlingen im Rapsanbau, aber auch bei Kartoffeln, Getreide und Senf. Nach Einschätzung von Landwirten erschwert das Verbot vor allem die Bekämpfung der Kohlschotenmücke, die mit Thiacloprid schon im Larvenstadium möglich war. (jg)

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