Bayer will Asien-Engagement massiv ausbauen / 1,8 Mrd. Euro Invest geplant

16.11.2011 Der Bayer-Konzern will seine Produktion, das Vertriebsnetz und die Forschung in Asien deutlich ausbauen und dazu bis 2015 1,8 Mrd. Euro investieren. Wie der Konzern heute auf einer Pressekonferenz in Shanghai bekannt gab, soll im gleichen Zeitraum der Konzernumsatz in Asien auf über 11 Mrd. Euro steigen.

Bayer will Asien-Engagement massiv ausbauen / 1,8 Mrd. Euro Invest geplant

Bayer-Vorstandschef Marijn Dekkers erläuterte heute in Shanghai die Asien-Strategie des Konzerns (Bild: Bayer)

Der Bayer-Vorstandsvorsitzende Dr. Marijn Dekkers weihte heute am Standort Shanghai eine neue Produktionsanlage für TDI – einem Grundstoff für weiche Schaumstoffe – ein und sagte: „Wir wollen unseren Umsatz in der Region Asien bis zum Jahr 2015 um mehr als 60 Prozent steigern.“ Das entspreche – bei heutigen Wechselkursen – einem Umsatz von deutlich über 11 Milliarden Euro im Jahr 2015. Davon sollen rund 6 Milliarden Euro in Greater China erwirtschaftet werden. Schon heute habe Asien einen bedeutenden Anteil am Geschäft des Bayer-Konzerns. Vor 20 Jahren lag dieser erst bei ca. 10 Prozent oder umgerechnet gut 2 Milliarden Euro. Vor 10 Jahren betrug der Anteil etwa 15 Prozent, und im vergangenen Jahr waren es bereits rund 20 Prozent. 2010 belief sich der Bayer-Umsatz in Asien auf 6,9 Milliarden Euro, davon entfielen 2,9 Milliarden Euro auf Greater China. Für 2011 rechnet der Konzern mit einem weiteren Wachstum in Asien. „Mit Investitionen in Sachanlagen von 3,4 Milliarden Euro in den vergangenen zehn Jahren in Asien haben wir eine Basis geschaffen, mit der wir das Marktwachstum in dieser Region übertreffen können“, sagte der Vorstandsvorsitzende.

Die heute eingeweihte Anlage soll 250.000 Jahrestonnen TDI produzieren. Dabei kommt eine neue Prozesstechnologie zum Einsatz, die den Lösungsmitteleinsatz um rund 80 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Anlagen gleicher Größe reduziert. Hinzu kommt eine Senkung des Energieverbrauchs um bis zu 60 Prozent. Ferner ermöglicht der Einsatz dieser Technologie auch eine deutliche Reduzierung der Betriebskosten sowie eine Verminderung der Kohlendioxid-Emissionen um rund 60.000 Tonnen pro Jahr. Zudem können die Investitionskosten für Großanlagen dieser Art dank der neuen Technologie um rund 20 Prozent verringert werden. 

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