Möglicher Milliarden-Deal

Bestätigt: BASF will Gemüsesaatgut von Bayer übernehmen

07.03.2018 Der Chemiekonzern BASF will das Gemüsesaatgut-Geschäft vom Konkurrenten Bayer übernehmen. Entsprechende Gespräche hat das Ludwigshafener Unternehmen nun bestätigt.

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Die Noch-Bayer-Tochter Nunhems bietet Saatgut für etwa 25 Gemüsekulturen. (Bild: BASF)

Die Noch-Bayer-Tochter Nunhems bietet Saatgut für etwa 25 Gemüsekulturen. (Bild: BASF)

Bei der möglichen Transaktion geht es um die Bayer-Crop-Science-Tochter Nunhems, die für das gesamte Gemüsesaatgut-Geschäft des Konzerns zuständig ist. Der geplante Verkauf ist ein Zugeständnis von Bayer an die EU-Kommission, um die Freigabe für die geplante Mega-Übernahme von Monsanto zu erhalten. Nach Angaben von BASF handelt es sich bei den Verkaufsverhandlungen um „exklusive Gespräche“. Endgültige Vereinbarungen hätten die beiden Gesprächspartner aber noch nicht getroffen.

Bereits im Oktober hatte BASF mit Bayer vereinbart, wesentliche Teile des Saatgut- sowie des nicht-selektiven Herbizidgeschäfts für fast 6 Mrd. Euro zu übernehmen. Mit der möglichen neuen Transaktion will BASF die Agrarsparte nun weiter ausbauen. Nunhems bietet Saatgut für etwa 25 Gemüsekulturen und beschäftigt weltweit über 2.000 Mitarbeiter. Nach Angaben des Handelsblatts, ist die Bayer-Tochter etwa 1,5 Mrd. Euro wert.

(jg)

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