Bildergalerien

Fluch und Segen zugleich

UN-Bericht: Wasser und Klimawandel

  • Vor allem Industrie in Asien wird durstiger -  Industrieller Wasserbedarf in km³/a. Die weltweite Wassernutzung hat sich in den letzten 100 Jahren versechsfacht und steigt derzeit weiter mit einer jährlichen Rate von etwa 1 %. Ein wesentlicher Faktor ist und bleibt dabei die Industrie. Vor allem in Asien – aber auch in Europa, Afrika und Südamerika – wird ein steigender Durst im verarbeitenden Gewerbe prognostiziert. Einzig in der nordamerikanischen Industrie soll die Wassernutzung bis 2050 leicht zurückgehen. Aus gutem Grund, ist doch der Kontinent nach den Zahlen des Wasserberichts in den letzten Jahren am schwersten von Dürren und Trockenheit betroffen. Bilder: ii-graphics, malinka 1, Ingo Menhard, luisrftc – stock.adobe.com; CHEMIE TECHNIK; Daten: Unesco
  • Wassernutzung braucht auch Strom - Stromverbrauch in der Wasserwirtschaft in TWh. Der schwierige Zusammenhang zwischen Wasser und Klimawandel zeigt sich am Beispiel Abwasser: Einerseits belasten die noch immer zu 90 % unbehandelten Abwässer Umwelt und Klima. Andererseits verursacht die Abwasser-Aufbereitung bis zu 7 % der globalen Treibhausgas-Emissionen – etwa durch den eingesetzten Strom. Auch insgesamt dürfte der Energiebedarf in der Wasserwirtschaft in den nächsten Jahren weiter ansteigen. Neben der Aufbereitung sind hier auch Entsalzungsanlagen zur Frischwassergewinnung sowie der Transport über immer weitere Strecken große Treiber. Die Lösung kann daher nur lauten: effizientere Anlagen. Bild: Aha-Soft – stock.adobe.com;  CHEMIE TECHNIK; Daten: Unesco
  • Chemie ist besonders wasserintensiv - Energie- und Wasserintensität nach Branchen. Sowohl was den Energieverbrauch, als auch was den Wasserverbrauch angeht, steht die Chemie stark im  Fokus. Sie wird nach den Daten des Weltwasserberichts in ihrer Intensität nur von der Energieerzeugung getoppt. Die Intensität berechnet sich dabei nach dem Aufwand an Wasser bzw. Energie im Vergleich zum Umsatz. Die Luftfahrtbranche hat demnach zwar noch einen etwas höheren Energiebedarf als die Chemieindustrie, verbraucht aber gleichzeitig deutlich weniger Wasser. Trotz bereits großer Anstrengungen und Erfolge muss die Chemieindustrie daher noch effizienter werden, will sie nicht als „Klimakiller“ gelten. Bild:  CHEMIE TECHNIK, Daten: Unesco
Das Virus und die Folgen

Corona-Krise in der deutschen Industrie – die Meldungen in Bildern

  • Die Deutsche Messe AG sieht derzeit keine Gefahr durch die Coronavirus-Epidemie für den regulären Ablauf der Hannover Messe. (Bild: Deutsche Messe)
  • Martin Brudermüller, CEO und CTO der BASF „Die Transformation mag schwierig sein, …aber es ist möglich, wenn wir alle es wollen.“
  • Emerson User Exchange
  • Die Hannover Messe wird wegen der Coronavirus-Epidemie auf den 13. bis 17. Juni verschoben. (Bild: Deutsche Messe)
  • Die Analytica 2020 wird aufgrund des Corona-Virus auf den 19. bis 22. Oktober verschoben. (Bild: Analytica / Messe München)
  • 12.03.2020: Der Chemieverband VCI meldet: Die wirtschaftliche Lage der chemischen Industrie in Deutschland hat sich im 4. Quartal 2019 verbessert. Dennoch blieb das Niveau deutlich unter Vorjahr. Und die Aussichten sind angesichts der Corona-Pandemie verhalten.Hier geht´s zur Meldung Bild: Adobe Stock
  • Die IFAT 2020 ist auf den 7. bis 11. September verschoben. (Bild: Messe München)
  • Der Vorstandsvorsitzende Matthias Zachert stellte die neue Klimastrategie auf einer Pressekonferenz vor:.
  • Saudi-Arabien will unabhängig vom Öl werden
  • 17.03.2020: Die Chemieindustrie gehört bereits zu den am stärksten von der Corona-Epidemie betroffenen Branchen: 63,6 % der Unternehmen in der Chemieproduktion berichten von negativen Auswirkungen.Hier geht´s zur Meldung Bild: Adobe Stock
  • 18.03.2020 Im ersten Jahr als Wintershall DEA hat die BASF-Öl- und Gastochter ihre Produktion auf ein neues Rekordniveau gesteigert. Aufgrund des niedrigen Ölpreises ging der Gewinn aber trotzdem deutlich zurück. Und 2020 sorgt die Corona-Krise für eine Investitionskürzung.Hier geht´s zur Meldung Bild: Wintershall
  • 19.03.2020: Die Messe WTT-Expo meldet, dass sie in diesem Jahr zum ersten Mal nicht in Karlsruhe sondern in Düsseldorf stattfinden wird. Die Veranstaltung für industrielle Wärmerückgewinnung, Industriewärmeübertrager und Wärmeträgertechnik-Systeme wird vom 7. bis 9. Dezember 2020 als Fachschau im Rahmen der verschobenen Messe Tube Düsseldorf durchgeführt.Hier geht´s zur Meldung Bild: Kelvion
  • 20.03.2020: Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) hat das von der Bundesregierung beschlossene milliardenschwere Hilfsprogramm sowie die steuerpolitischen Erleichterungen ausdrücklich begrüßt. Gleichzeitig fordert der Verband jedoch weitere Maßnahmen zur Stärkung der Liquidität.Hier geht´s zur Meldung Bild: VCI
  • Weitere Milliarden in den Sand gesetzt: Shell stoppt Ölsand-Projekt in Kanada
  • Forscher wollen Formaldehyd aus CO2 herstellen
  • Screenshot zum Ifat-Themenchannel
  • Produktionsanlage für das Fungizid Xemium am BASF-Verbundstandort in Ludwigshafen. (Bild: BASF)
  • Mineralölkonzern Mol will Butadien-Anlage in Ungarn bauen
  • Wacker mit Umsatzrekord und Gewinnsteigerung
  • Auftragseingang im deutschen Großanlagenbau - Grafik VDMA
  • 26.03.2020: Erst verschoben, jetzt komplett abgesagt: Die Hannover Messe wird in diesem Jahr zum ersten Mal seit 73 Jahren nicht stattfinden können.Hier geht´s zur Meldung Bild: Deutsche Messe
  • Alle Meldungen zur Situation und zu Maßnahmen der (Chemie-)Industrie zur Bekämpfung der Corona-Pandemie finden Sie auf chemietechnik.de. Wir empfehlen unseren kostenlosen Newsletter zu abonnieren. Hier geht’s zur Newsletter-Bestellung Bild: Adobe Stock
Lagebericht

Fakten zur Situation des deutschen Großanlagenbaus

  • Der deutsche Großanlagenbau hat sich nach Jahren des Auftragsrückgangs im vergangenen Jahr trotz volatilem Marktumfeld und starkem Wettbewerbsdruck stabilisiert. Allerdings bereiten Ölpreis-Verfall und Corona-Pandemie den Branchenvertretern Sorgen (Bild: Kalakan - Adobe Stock)
  • Auftragseingang im deutschen Großanlagenbau - Grafik VDMA
  • Auslandsaufträge im Großanlagenbau 2019 nach Anlagenarten - Grafik VDMA
  • Inlandsaufträge im Großanlagenbau 2019 nach Anlagenarten - Grafik VDMA
  • Auslandsaufträge im deutschen Großanlagenbau 2019 nach Ländern - Grafik VDMA
  • Auftragseingang für verfahrenstechnische Chemieanlagen im deutschen Großanlagenbau - Grafik VDMA
  • Jürgen Nowicki, Linde, ist Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Großanlagenbau. Bild: Linde
Bildergalerie zur Situation der Chemieindustrie

Chemiekonjunktur – Ausblick 2020 und Rückblick 2019

  • Der Chemieverband VCI hat am 11. März 2020 die zahlen für das vergangene Jahr sowie die Prognose für 2020 vorgestellt. Bild: Adobe Stock
  • Die Bilanz der deutschen Chemie für das Jahr 2019 fällt negativ aus. Bild VCI
  • VCI Q4 2019 Die Chemieproduktion in Deutschland - ohne Pharma - ist im vergangenen Jahr deutlich gesunken . Bild VCI
  • VCI Q4 2019 Obwohl die Chemie im 4. Quartal 2019 gegenüber dem Vorquartal zulegen konnte, bleibt der Vergleich zum Vorjahr negativ. Bild VCI
  • Prognose für 2020 - der Chemieverband rechnet für das Gesamtjahr mit einer weiter rückläufigen Chemieproduktion. Dank Pharma bleibt die Produktion insgesamt stabil. Bild VCI
  • Auf der Pressekonferenz am 11.3. nannte der Verband auch noch einmal die Voraussetzungen für eine klimaneuttrale Chemie im Jahr 2050. Bild: VCI
  • In einem übersichtlichen Schaubild werden die Komponenten des europäischen Klimapakts dargestellt. Bild VCI
Aktuelle Zahlen des Cefic

Die Chemiewelt im Wandel

  • Chemiestandort Europa auf Platz 2 - Umsätze mit Chemikalien in Mrd. Euro:  Weltweit wurden 2018 mit Chemikalien etwa 3,35 Bio. Euro umgesetzt. Das waren etwa 2,5 % mehr als noch im Jahr zuvor. Den mit Abstand größten Anteil daran hält nach wie vor China. Die EU wiederum konnte knapp den zweiten Platz vor den USA behaupten – die „traditionellen“ Chemiestandorte bleiben also bedeutend. Insgesamt verbuchen aber die aufstrebenenden, sogenannten BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) bald etwa die Hälfte des globalen Chemiegeschäfts für sich. Ein weiteres Viertel geht auf das Konto anderer  Schwellenländer, vor allem in Asien. Bild: kazy – AdobeStock / CHEMIE TECHNIK, Daten: Cefic
  • China hat in wenigen Jahren alle überholt - Anteile an den weltweiten Umsätzen 2008 und 2018:  Das Bild sah 2008 noch ganz anders aus: Vor zwölf Jahren war Europa der größte Chemiestandort der Welt und für über ein Viertel der globalen Umsätze verantwortlich ...
  •  ... Seither hat China einen atemberaubenden Aufstieg hingelegt und seinen Anteil beinahe verdoppelt. Das chinesische Chemiegeschäft ist nun größer als diejenigen Europas und Nordamerikas zusammen. Auch der Rest Asiens, inklusive Indien und Südkorea, konnte seine Anteile ausbauen. Bilder: picoStudio, Auguste Lange – stock.adobe.com; Daten: Cefic
  • In der EU dominiert die Spezialchemie - Anteile verschiedener Sparten an den Chemikalienumsätzen: Einen Aufstieg hingelegt haben in den letzten Jahren und Jahrzehnten auch die Spezialchemikalien in Europa.  Zwar bilden Basischemikalien insgesamt mit über 60 % immer noch den Großteil des Geschäftes ab, darunter die Petrochemie (25,4 %), Polymere (21,3 %) und Anorganika (14,6 %). Der bedeutendste Einzelposten ist in Europa aber die Sparte der Spezialchemikalien mit  27,2 %. Demgegenüber relativ gering sind die Anteile von Zwischenprodukten (13,7 %) und der Konsum-chemie (12,4 %). Bild: RealVektor, dzm1try, tribalium81, molekuu.be, Miceking, nuengrutai – stock.adobe.com; Daten: Cefic
Milliardengeschäft

Neue Anlagenprojekte Dezember 2019 bis Februar 2020

  • Air Liquide beliefert BASF am Standort Antwerpen seit über 50 Jahren. Mit drei neuen Verträgen haben die Partner ihre langfristige Zusammenarbeit vertieft. (Bild: Air Liquide)
  • Jillur Rahim, Geschäftsführer von Wärtsilä Bangladesh und Shamim Islam, Geschäftsführer von Jamuna Power, unterzeichneten im November 2019 den Auftrag für ein 78-MW-Kraftwerk von Wärtsilä an den Jamuna-Industriekomplex in Bangladesch. (Bild:Jamuna Power)
  • Linde-Praxair-Fusion: Der Name
  • BASF hat Schwarzheide in der Lausitz als Produktionsstandort für Batteriematerialien bekanntgegeben. Die dort geplante Anlage ist Teil eines mehrstufigen Investitionsplans zum Aufbau der europäischen Wertschöpfungskette für Elektrofahrzeuge.Mehr zum Projekt Bild: BASF
  • Luftaufnahme des Evonik-Standorts Lülsdorf, an dem PCC neue Anlagen bauen will.
  • Die neue Anlage soll am bestehenden Standort in Baytown entstehen. (Bild: Covestro)
  • Der Chemiekonzern BASF will seine Methansulfonsäure-Produktion in Ludwigshafen ausbauen. Dazu plant das Unternehmen, in Ludwigshafen eine weitere Anlage zu errichten.Mehr zum Projekt Bild: BASF
  • Italmatch Chemicals Group übernimmt das Projekt RecoPhos Project Technology für die Herstellung von elementarem Phosphor (P4) aus sekundären
  • Am Standort Pontecchio Marconi werden Antioxidantien produziert. (Bild: BASF)
  • Einweihung der neuen Produktionsanlage in Geeshacht. (V.l.n.r): Olaf Schulze, Bürgermeister der Stadt Geesthacht, Lauren Kjeldsen (Evonik), Mathias Jammer (Evonik). (Bild: Evonik)
  • Der Chemiekonzern Eastman plant die Erweiterung seiner Produktionsstätte in Dresden. Das Projekt soll den Betrieb einer neuen Beschichtungs- und Laminieranlage ermöglichen, die vor allem die Automobilindustrie mit Lackschutzprodukten versorgt.Mehr zum Projekt Bild: Misha – Fotolia
  • Ineos Enterprises übernimmt Sasol Solvents Germany
  • Der Ausbau fand am Standort Ludwigshafen statt. (Bild: BASF)
  • Die neu eröffnete Pipeline Turkish Stream verläuft über 930 km durch das Schwarze Meer. Bild: Consiglieri88
  • Mit kleinen, modularen Verflüssigungsanlagen wollen Bilfinger und Cryotec die LNG-Lieferkette Lieferkette von der Gasquelle bis zum Endverbraucher sichern. (Bild. Bilfinger)
  • Die vorgefertigten Module der Chloralkali-Anlage müssen nur noch vor Ort verbunden werden. (Bild: Thyssenkrupp Industrial Solutions)
  • Das neue Werk soll das Elektrofahrzeug-Portfolio von GM unterstützen. (Bild: General Motors)
  • Der Chemiekonzern BASF plant den Neubau einer Produktionsanlage für Autoreparaturlacke im südchinesischen Jiangmen. Diese soll die Produktionskapazität am Standort ab 2022 verdoppeln.Mehr zum Projekt Bild: BASF
  • Mit einer Prognose von 57 US-Dollar pro Barrel für 2017 liegt das Ergebnis einer Reuters-Umfrage in einer ähnlichen Größenordnung wie die von Goldman Sachs. Im Vorjahr sah das noch ganz anders aus: 2016 lag die von Reuters veröffentlichte Schätzung von 54 Dollar einen guten Zehner über dem tatsächlichen Jahresmittel von 43,74 Dollar. (Bild: Gerald Bernard – Fotolia)
  • Im niederländischen Vlissingen (Südholland) soll bis 2030 eine der größten Wasserstoffanlagen der Welt entstehen. Bild: Adobe Stock
  • Die Anlage in Rosario liegt im Zentrum der argentinischen Biodiesel-Produktionsregion. (Bild: Evonik)
  • Der Standort Stein liegt an der deutschen Grenze, gegenüber von Bad Säckingen. (Bild: Novartis)
Die Industrie voll auf Risiko

Die größten Geschäftsrisiken für Unternehmen weltweit

  •  39 Prozent - Cybervorfälle:  Erstmals sehen Unternehmen Hackerattacken und IT-Ausfälle als größtes Risiko für ihr Geschäft.  Noch vor sieben Jahren hatten Manager diesen Bereich lediglich als Risiko Nr. 15 eingeschätzt.Bild: pinkeyes – AdobeStock
  • 37 Prozent - Betriebsunterbrechungen: Sieben Jahre galten Betriebsunterbrechungen – dazu zählen neben technischen Problemen auch Streiks – im Ranking als größtes Geschäftsrisiko. 2020 liegt der Problembereich auf Rang 2. Bild: karepa – AdobeStock
  • 27 Prozent - Rechtliche  Änderungen: Als großes Geschäftsrisiko gelten sich ändernde Rechtsvorschriften und Regularien. Mit dem Brexit und weltweiten Handelssanktionen gab es dafür zuletzt einige Beispiele.  Bild: shoot4u – AdobeStock
  • 21 Prozent - Naturkatastrophen: Stürme, Überflutungen, Erdbeben und ähnliche Naturkatastrophen zählen zu den größten Risiken weltweit. In China landen sie sogar auf dem zweiten Rang. Bild: swa182 – Fotolia
  • 21 Prozent - Marktentwicklungen: Viele Manager fürchten sich auch vor volatilen Märkten, neuen Wettbewerbern oder anderen widrigen Marktentwicklungen. Diese lassen sich immer schwieriger vorhersehen. Bild: Photo-K – Fotolia
  • 20 Prozent - Feuer und  Explosionen: Brände oder Explosionsereignisse können zu weitreichenden Folgen und hohen Kosten führen. Das gilt gerade für die Chemieindustrie, wie die jüngsten Vorfälle in Rouen und Tarragona gezeigt haben.  Bild: davis – Fotolia
  • 17 Prozent - Klimawandel: Gesellschaftlich derzeit sicher eines der größten Thema, hier „nur“ auf Rang 7: die Auswirkungen des Klimawandels. Die Allianz sieht in den nächsten zehn Jahren für Unternehmen Kosten von 2,5 Bio. US-Dollar. Bild: Wolfisler – AdobeStock
  • 15 Prozent - Verlust von Ansehen und Markenwert: Vertrauen ist schnell zerstört, aber nur mühsam wieder aufgebaut. Das gilt insbesondere in Zeiten von Datenschutzlücken oder „Shitstorms“ auf Social Media.Bild: deagreez – AdobeStock
Höhere Preise, aber weniger Umsatz

Chemiekonjunktur und Rohstoffbasis in Deutschland

  • Globale Konjunktur setzt der Chemie zu - Höhere Preise, aber weniger Umsatz in 2019. Beschäftigung legt leicht zu. Die jahrelange positive Serie der vom VCI kommunizierten Geschäftszahlen der chemisch-pharmazeutischen Industrie ist 2019 gerissen. In einem schwierigen globalen Umfeld konnte die Branche bei Produktion und Umsatz nicht an das hohe Niveau von 2018 anknüpfen.  Die Hersteller konnten zwar in ihren Märkten höhere Preise durchsetzen, doch der Rückgang der Produktion um 7,5 % zog den Umsatz dennoch ins Minus. Am Ende des Jahres stand ein Rückgang um 5 % zu Buche.  Auf die Zahl der Beschäftigten in den Chemie- und Pharmaunternehmen wirkte sich diese Entwicklung allerdings noch nicht aus. Diese legte um 0,5 % zu. Bild: alexdndz / Julien Eichinger / elenvd– AdobeStock / CHEMIE TECHNIK, Daten: VCI
  • Branche setzt höhere Preise durch - Spezialchemie und Pharmazie verbuchen weiteres Plus. Die Erzeugerpreise für chemisch-pharmazeutische Produkte legten 2019 um 1 % zu. Während die Preise der rohölnahen Sparten (Petrochemie) den niedrigeren Rohölkosten folgten, verzeichneten Spezialchemie und andere rohölferne Sparten ein mehr oder weniger deutliches Plus. Insgesamt legten die Preise damit im vierten Jahr in Folge zu. Bild: CHEMIE TECHNIK; Daten:VCI
  • Immer mehr Beschäftigte - 465.000 Mitarbeiter markieren den höchsten Stand seit 2001. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Beschäftigten in der chemisch-pharmazeutischen Industrie um insgesamt 50.000 Mitarbeiter gestiegen und erreichte 2019 den höchsten Stand seit 2001. Mit 465.000 Mitarbeitern wurde 2019 der höchste Stand seit 2001 erreicht. Allerdings rechnet der Branchenverband VCI damit, dass der Trend zum Beschäftigungsaufbau nun auslaufen wird. Bild: CHEMIE TECHNIK, alexdndz – Stock.adobe.com;  Daten: VCI
  • Die Rohstoffbasis muss sich verändern - Treibhausgas-Neutralität erfordert andere Zusammensetzung. Wenn die Chemieindustrie die Treibhausgas-Neutralität erreichen will, dann muss sich die Rohstoffbasis dramatisch ändern. Einer Studie von Dechema und Futurecamp zufolge könnte bis 2050 Kohlendioxid der größte Kohlenstofflieferant für chemische Produkte werden, gefolgt von Biomasse und Kunststoffabfällen. Fossile Rohstoffe werden kaum noch eine Rolle spielen. Bild: CHEMIE TECHNIK; Daten: VCI
Weltweite Energieffizienz-Potenziale

Die Industrie muss noch effizienter werden

  • Industrielle Effizienz könnte globalen Kohleausbau stoppen - Anzahl an weltweiten Kohlekraftwerk-Projekten (in 100): Während in Deutschland der Kohleausstieg bis 2038 beschlossene Sache ist, boomt die Stromerzeugung aus dem fossilen Rohstoff auf globalem Maßstab weiterhin. In 59 Ländern sind derzeit knapp 1.400 neue Kohlekraftwerke in Planung oder bereits in Bau. Zu diesem Ergebnis kommt die jüngste Coal Plant Developers List der deutschen Umweltorgsanisation Urgewald. Insgesamt könnten die neuen Kraftwerke demnach eine Gesamtleistung von über 670 GW erbringen. Mit 250 GW haben allein die Projekte in China dabei einen Anteil von mehr als einem Drittel.  Der globale Kohleausbau könnte derweil deutlich verringert werden, wenn die Potenziale der Energieeffizienz weltweit ausgeschöpft würden. Allein durch Effizienzmaßnahmen in der Industrie ließen sich nach Einschätzung der IEA bis 2040 knapp 390 EJ (1 EJ = 1018 J) Energie einsparen. Berücksichtigt sind dabei nur solche Maßnahmen, die nach Einschätzung der IEA „wirtschaftlich rentabel“ sind. Würden all diese in der globalen Industrie umgesetzt, könnten etwa 85 % der zusätzlichen Kapazitäten, also knapp 1.200 der neu geplanten Kohlekraftwerke rechnerisch überflüssig werden. Grafik: dule  / jacartoon – AdobeStock, CHEMIE TECHNIK
  • Im Westen weniger Neues - Investitionen in industrielle Energieeffizienz (Mrd. US-Dollar): Besonders die nordamerikanische Industrie hat 2018 deutlich weniger in Energieeffizienz-Maßnahmen investiert als noch drei Jahre zuvor. Auch in Europa gingen die Investitionen zurück – wenn auch in geringerem Umfang. Ein möglicher Grund dafür: Die „low hanging fruits“ sind in vielen Branchen und Betrieben bereits geerntet. Das heißt die einfacheren und besonders lohnenswerten Maßnahmen wurden bereits umgesetzt – weiteres Effizienzpotenzial ist nun deutlich schwieriger aufzuspüren. In China dagegen boomt der Markt für Energieeffizienz – sowohl was den absoluten Wert der Investitionen als auch den Anstieg in den letzten Jahren angeht. Daten: IEA
  • Chemie auf halber Strecke - Verringerung der Energieintensität (in Prozent): Die globale Industrie ist schon weit gekommen – hat aber noch Effizienzpotenzial. So haben die Chemieunternehmen weltweit ihre Energieintensität zwischen 2000 und 2017 bereits um etwa 15 % verringert. Bis 2040 wären jedoch noch einmal Effizienzoptimierungen in einem ähnlichen Umfang möglich. Berücksichtigt sind wiederum nur wirtschaftlich sinnvolle Maßnahmen.  Besonders viel getan in Sachen Energieeffizienz hat bereits die Zementindustrie. Die Betriebe im Bereich der Eisen- und Stahlproduktion haben dagegen noch deutlichen Nachholbedarf. Daten: IEA
  • Effizienz als Schlüssel gegen Klimawandel - Möglicher Beitrag zu CO²-Einsparungen (Jahr 2040, in Prozent): Bereits seit Längerem ist klar: Mit Business-as-usual wird eine nachhaltige Entwicklung auf der Welt nicht zu erreichen sein – das gilt insbesondere im Bereich Klima. Um die Nachhaltigkeitsziele der UN zu erreichen und den globalen Temperaturanstieg bis 2040 auf höchstens 1,8 °C gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen, müssten die weltweiten CO2-Emissionen von derzeit etwa 32 auf unter 20 Gt heruntergefahren werden.  Der größte Schlüssel, um dies zu erreichen ist nach Einschätzung der IEA die Energieeffizienz. Wirtschaftlich sinnvolle Effizienzmaßnahmen in allen Sektoren – einschließlich Verkehr und Industrie – könnten demnach einen Beitrag von 44 % zur notwendigen CO2-Einsparung leisten. Das Potenzial der Energieeffizienz ist damit noch größer als der Einfluss erneuerbarer Energien oder von Technologien zur CO2-Speicherung. Daten: IEA
Lünendonk-Liste 2019

Die führenden Industrie-Dienstleister in Deutschland

  • Die Top 10 des Rankings komplettiert Yncoris mit 131,6 Millionen Euro Dienstleistungsumsatz. Die vormalige Infraserv Knapsack unterstreicht mit der Neupositionierung seit Juni 2019 die große Bedeutung des Service-Geschäfts außerhalb des Industrieparks Knapsack in Hürth bei Köln. Als erste der vier seit jeher eigenständigen InfraServ-Gesellschaften erfüllte das Unternehmen die Kriterien zur Aufnahme in die Lünendonk-Liste. (Bild: Yncoris)
  • Bei Hertel, seit 2015 eine Gesellschaft der französischen Altrad, reduzierte sich die Jahresleistung aufgrund des Auslaufens von Großaufträgen deutlich. Erstmals liegen aktuelle Zahlen des für das Ranking relevanten Geschäftsjahres vor. Hertel konnte die Umsatzrückgänge von 2016 auf 2017 zu Teilen wieder kompensieren. Das Unternehmen schloss das Geschäftsjahr 2018, das unterjährig endete und in 2017 begann, mit 172,5 Mio. Euro ab. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Verlust von vier Rängen auf der Lünendonk-Liste. (Bild: Dwight Smith – Fotolia)
  • Kaefer Isoliertechnik aus Bremen erreicht mit 213,6 Mio. Euro Jahresumsatz in Deutschland Rang 8. Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland 1.064 Mitarbeiter. (Bild: Kaefer / Shutterstock)
  • Kiel Industrial Services aus Wesseling bei Köln erhöhte die Jahresleistung um rund 31 Mio. Euro (+16,5 %) und gehört zu den Unternehmen im Markt, die als Gesamtdienstleister wahrgenommen werden und über Kompetenzen im Engineering verfügen. Kiel verbessert sich um zwei Ränge auf Listenplatz 7. Unverändert auf Rang 8 ist Kaefer Isoliertechnik aus Bremen positioniert. Die Gesamtleistung des international tätigen Unternehmens liegt bei 1,7 Mrd. Euro. (Bild: mastert – Fotolia)
  • Kraftanlagen München liegt mit einem Umsatz in Deutschland von 250 Mio. Euro und 1.450 Mitarbeitern auf Platz 6. (Bild: Kraftanlagen München)
  • Die Weber Unternehmensgruppe mit Sitz in Pulheim bei Köln steigerte den Jahresumsatz um 10,3 Prozent und erreicht nun mit 290 Mio. Euro den Block der fünf führenden Anbieter im Markt. Unter Berücksichtigung des Auslandsgeschäfts hat das Familienunternehmen die 300-Mio.-Euro-Schwelle bereits überschritten. (Bild: Weber)
  • Unverändert auf Rang 4 mit 373 Millionen Euro Umsatz liegt Leadec, die nach der Übernahme von Triton Partners umbenannte Voith Industrial Service. Nach dem Verkauf mehrerer Teilgesellschaften wurde 2018 auch die Tochtergesellschaft Veltec, die die Aktivitäten für die Prozessindustrie bündelte, an die Etabo (Rang 20 des Rankings) veräußert. Die Entwicklung zum Vorjahr ist bereits um diesen Sondereffekt bereinigt. (Bild: Leadtec)
  • Auf Rang 3 folgt die Remondis Maintenance & Services mit 720 Mio. Euro Inlandsumsatz (2017: 685 Mio. Euro). Seit 2014 meldet das Unternehmen die konsolidierten Werte unter anderem der beiden Tochtergesellschaften Buchen Umweltservice und Xervon. (Bild: Alterfalter – Fotolia)
  • Die Wisag Industrie Service Holding, neben Facility Services und Aviation Services die dritte Sparte des von Claus Wisser gegründeten Dienstleistungsunternehmens, setzt mit einer Steigerung von 45 Mio. Euro auf nun 815 Mio. Euro (+5,8 %) die gute Umsatzentwicklung der letzten Jahre fort. Mit über 14.000 Mitarbeitern ist die Wisag der größte Arbeitgeber unter den führenden Dienstleistern.(Bild: Wisag Industrie Service)
  • Im elften Jahr in Folge belegt Bilfinger den Spitzenplatz des Rankings. Dem Umsatzrückgang von 2,5 Prozent auf nunmehr 970 Millionen Euro (2017: 995 Mio. Euro) steht ein Plus von 136 Millionen Euro im Ausland gegenüber. Damit zeigt der von Umsatzrückgängen begleitete Prozess der Neuaufstellung Erfolge. Bilfinger ist neben Kaefer das einzige im Ranking gelistete Unternehmen, das im Ausland mehr Umsatz generiert als im Heimatmarkt. (Bild: Bilfinger)


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