Erdgas-Import nach Deutschland

Bilfinger baut Gasbehandlungs-Anlage an Schweizer Grenze

22.01.2019 Für die Trans Europa Naturgas Pipeline (TENP) soll der Industriedienstleister Bilfinger eine komplette Deodorierungsanlage in Baden-Württemberg an der deutsch-schweizerischen Grenze bauen. Der Auftrag umfasst das Engineering, die Montage sowie die Inbetriebnahme und hat ein Volumen von 36 Mio. Euro.

Anzeige

Eine Deodorierungsanlage hat die Aufgabe, den dem Erdgas hinzugefügten Geruchsstoff Tetrahydrothiophen (THT) zu entfernen. Dieser soll auf Leckagen des sonst geruchsfreien Erdgases hinweisen. In Deutschland wird THT erst in den Systemen der lokalen Gasversorger injiziert und ist im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern nicht im Fernleitungssystem zulässig. Die federführende Gesellschaft bei dem Projekt, Bilfinger EMS, hat bereits Erfahrung mit ähnlichen Anlagen gemacht.

Erdgas-Bedarf nimmt zu

Die TENP ist eine wichtige europäische Nord-Süd-Verbindung für den Transport von Erdgas. Sie besteht aus zwei parallelen Gashochdruckleitungen und verläuft über rund 500 km von der deutsch-niederländischen bis an die deutsch-schweizerische Grenze. Die neue Anlage soll die Flexibilität beim Gasimport nach Deutschland aus Ländern mit anderen Odorierungsverfahren erhöhen. Die Internationale Energieagentur (IEA) erwartet, dass der Bedarf an Erdgas in den nächsten Jahren deutlich steigen wird. (jg)

Loader-Icon