Drei neue Namen – Ein Ziel

BIS wird zu Currenta, Tectrion und Chempark

Anlagenbau
Chemie
Pharma
Ausrüster
Planer
Betreiber
Einkäufer
Manager

13.02.2008 „Der führende Chemieparkmanager und -betreiber inEuropa mit einem der attraktivsten Standorte“ zu werden – das ist das Ziel von Bayer Industry Services (BIS). Dafür mussten nun die alten Namen weichen. Currenta statt BIS, die seit 1. Januar selbstständigenTechnischen Dienste namens Tectrion und Chempark statt Bayer Chemiepark stehen nun für neue Marken.

Anzeige

Ein neuer Namen, eine neue Identität – wer hier als erstes an einen Agentenfilm denkt, liegt falsch. Denn in diesem Falle handelt es sich um einen weiteren Schritt, Bayer Industry Services (BIS) von einer zentralen Werksverwaltung hin zu einem modernen Chemieparkmanager weiterzuentwickeln. Dafür wurde der Name BIS zum 1. Januar 2008 in Currenta umgewandelt. „Unser neuer Name Currenta steht für das Ziel, der führende Chemieparkmanager und -betreiber Europas zu werden“, erklärte Dr. Klaus Schäfer, Vorsitzender der Geschäftsführung von Currenta im Dezember. Mit dem neuen Markenauftritt sollen die Veränderungen im Unternehmen nach außen hin sichtbar gemacht werden. Zu diesen Veränderungen gehört auch, dass die Technischen Dienste der ehemaligen BIS mit rund 1300 Mitarbeitern ausgegliedert wurden und seit dem 1. Januar als selbstständiges Tochterunternehmen der Currenta agieren. Über den neuen Namen des Dienstleisters, Tectrion, hat die CHEMIE TECHNIK in der Ausgabe 9/2007 berichtet.

Ebenso geändert hat sich der Name des Bayer Chemieparks mit den drei Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen in Chempark. Unter dem neuen Namen will man nicht nur einer der flächenmäßig größten Chemieparks Eurpas sein, sondern auch Kostenführer werden. Auf einer Gesamtfläche von 13,3km² sind derzeit über 60 Unternehmen mit 50000 Mitarbeitern angesiedelt.

Neuer Name sollEigenständigkeit unterstreichen

Mit der Namensgebung hat das Unternehmen „eine bewusste Entscheidung für einen „Bayer-neutralen“ Auftritt getroffen“, erläuterte Schäfer. „Das Kerngeschäft von Bayer ist ein völlig anderes als unser Chemieparkmanagement. Unser Ziel ist es, die Eigenständigkeit als Chemiepark-Manager und -betreiber auch im Namen sichtbar zu machen.“

BIS ging 2003 als Folge der Veränderungen im Bayer-Konzern hervor und ist ein Joint-Venture von Bayer und Lanxess. Der Preiskampf im freien Wettbewerb und das sich ändernde Wettbewerbsumfeld verschlechterten die wirtschaftliche Situation einiger Geschäftsfelder des Unternehmens zusehends. „Mit unserenLohn- und Arbeitszeitmodellen, wie sie bis dato im Rahmen des Chemietarifs galten, waren wir im Hinblick auf viele unserer Dienstleistungen nicht wettbewerbsfähig“.
Die Namensänderung ist nun der vierte Schritt eines Strategieprojektes, für das Kosten reduziert, Strukturen angepasst sowie Geschäfts- und Entscheidungsprozesse vereinfacht werden. Um die Kosten der personalintensiven Dienstleistungen zu senken, ist ein unternehmensbezogener Tarifvertrag abgeschlossen worden mit Änderungen bei Arbeitszeit und Entgelt. Diverse Effizienzprogramme haben Strukturbereinigungen, Prozessverbesserungen und die Optimierung der Systeme zum Inhalt. Last but not least wurden zum 1. Juli 2007 die Geschäftsfelder teilweise neu zusammengesetzt und von neun auf fünf verringert: Energie, Umwelt, Sicherheit, Services und Chemiepark-Management. Auch rund ein Drittel der Führungspositionen wurde gestrichen. Mit diesen Maßnahmen hat das Unternehmen bereits einen Großteil der bis 2009 anvisierten Einsparungen geschafft: 100 von 125 Mio. Euro. „Das sind 80% – ein sehr gutes Ergebnis“, zeigte sich Schäfer zufrieden.[Sim]

„Wir haben uns bewusst für einen „Bayer-neutralen“ Auftritt entschieden“
Dr. Klaus Schäfer, Vorsitzender der Geschäftsführung von Currenta (ehemals BIS)

Heftausgabe: Januar-Februar 2008

Über den Autor

Papst
Loader-Icon