Kapazitätserweiterungen geplant

Borealis will Milliardengewinn für Projekte nutzen

19.02.2018 Der österreichische Kunststoffhersteller Borealis hat für das Geschäftsjahr 2017 einen Gewinn von über einer Milliarde Euro gemeldet. Grund seien hohe Margen im Polyolefingeschäft sowie Gewinne von Borouge.

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Borealis verbessert Ergebnis und Umsatz im 3. Quartal 2012

Borealis-Vorstandschef Mark Garrett freut sich über einen erneuten Gewinn von über 1 Mrd. Euro. (Bild: Borealis)

Im vierten Quartal hatte Borealis einen Nettogewinn von 247 Mio. Euro erzielt, 8 Mio. mehr als noch im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr 2017 verzeichnete das Unternehmen einen Nettogewinn von 1.095 Mio. Euro und lag damit auf dem Vorjahresniveau. Der Beitrag des Basischemikalienbereichs war aufgrund des schwachen Geschäftsumfelds im Bereich Pflanzennährstoffe niedriger als im Jahr 2016.

Investitionen geplant

Der Gewinn soll zum Teil investiert werden: Die Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) und Borealis hatten 2017 die Unterzeichnung eines Rahmenvertrags für zwei Schlüsselprojekte bekannt gegeben, mit denen das nachgelagerte Petrochemiegeschäft von ADNOC und Borealis erweitert werden soll. ADNOC und Borealis haben mittlerweile die Pre-FEED-Phase für den Bau des Borouge 4-Komplexes erreicht, der voraussichtlich im Jahr 2023 in Betrieb gehen soll. Borouge 4 umfasst einen Mixed-Feedstock-Cracker im Weltmaßstab, der bestehende Rohstoffquellen in Abu Dhabi sowie nachgelagerte Derivatanlagen für Polyolefin- und Nicht-Polyolefinprodukte nutzt.

Gleichzeitig starteten die Unternehmen den Ausschreibungsprozess für EPC (Planung, Beschaffung & Bau) für eine zusätzliche Polypropylenanlage (PP5) auf Basis von Borealis’ unternehmenseigener Borstar-Technologie. Die Anlage, die in den Borouge 3-Komplex eingegliedert werden soll, wird den Wert des überschüssigen Propylens steigern, das über die neue Propan-Dehydrierungsanlage (PDH) von ADNOC Refining verfügbar ist, und rund 0,5 Millionen Tonnen Propylen pro Jahr produzieren.

Cracker in den USA, weitere Projekte in Europa

Am Borealis-Standort Kallo, Belgien, soll eine Propan-Dehydrierungsanlage mit einer Kapazität von 740 kt/a entstehen. (Bild: Borealis)

Am Borealis-Standort Kallo,
Belgien, soll eine Propan-Dehydrierungsanlage mit einer Kapazität von 740 kt/a entstehen. (Bild: Borealis)

Im Rahmen eines Joint Ventures mit Total Petrochemicals und Refining USA soll in Bayport, Texas, ein neuer Light-Feed-Cracker sowie eine neue Borstar-Polyethylenanlage (PE) errichtet werden.

Im September hatte Borealis die FEED-Phase für eine neue Propan-Dehydrierungsanlage (PDH) im Weltmaßstab angekündigt, die am bestehenden Borealis-Produktionsstandort in Kallo, Belgien, installiert werden soll. Die endgültige Investitionsentscheidung soll im dritten Quartal 2018 fallen, die voraussichtliche Inbetriebnahme der Anlage ist für das zweite Halbjahr 2021 angesetzt. Im November hatte Borealis zudem bekannt gegeben, eine Feasibility-Studie für den Ausbau der Kapazitäten seiner Polypropylenanlagen (PP) in Europa durchführen zu wollen. Die Studie wird eine Reihe von Kapazitätssteigerungen durch die Beseitigung von Engpässen in den bestehenden europäischen PP-Anlagen prüfen, wobei zu Beginn die drei PP-Anlagen in Belgien analysiert werden. Die endgültigen Investitionsentscheidungen sollen im vierten Quartal 2018 fallen, wobei die erweiterten Kapazitäten zwischen dem ersten Quartal 2020 und Anfang 2022 zur Verfügung stehen sollen.

 

Projekte

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