Auswirkungen der Corona-Pandemie

Borealis sagt Cracker-Großprojekt in Kasachstan ab

19.05.2020 Die Corona-Krise schlägt immer mehr aufs Projektgeschäft durch: Der Polyolefin-Konzern Borealis hat jetzt sein geplantes großes Cracker- und Polyethylenprojekt in Kasachstan abgesagt.

Man wolle die Entwicklung des Projektes „nicht weiter voranzutreiben“, gab Borealis am heutigen Dienstag bekannt. Diese Entscheidung basiere dabei auf einer gründlichen Bewertung und sei auch „durch die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie“ und unsichere Marktaussichten beeinflusst.

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Das Cracker-Projekt in Kasachstan ist nun abgesagt. (Bild: Shirophoto-Fotolia)

Die Vereinbarung zum Bau der Anlage hatte Borealis 2018 mit dem kasachischen Unternehmen United Chemical Company (UCC) unterzeichnet. Das Projekt sollte unter anderem einen Ethancracker umfassen. Die endgültige Investitionsentscheidung war für dieses Jahr vorgesehen und ist nun negativ ausgefallen. Die Inbetriebnahme war ursprünglich für 2025 geplant. „Eine Polyethylenanlage dieser Größenordnung würde einen bedeutenden Fortschritt darstellen, um mithilfe seiner petrochemischen Industrie einen langfristigen, nachhaltigen Mehrwert für Kasachstan zu generieren“, hatte Zhenis Osserbay, UCC Chief Executive, 2018 bei der Verkündung des Projektes erklärt. (jg)

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