Cefic: BASF-Chef Kurt Bock neuer Präsident des Verbandes

02.10.2012 Der europäische Verband der chemischen Industrie Cefic hat den BASF-Vorstandsvorsitzenden Dr. Kurt Bock für die nächsten zwei Jahre zum Präsidenten des Verbandes gewählt. Bock folgt auf Giorgio Squinzi, Chief Executive der italienischen Mapei-Gruppe.

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Cefic: BASF-Chef Kurt Bock neuer Präsident des Verbandes

Der BASF-Vorstandsvorsitzende Dr. Kurt Bock ist neuer Präsdident des europäischen Verbands der chemischen Industrie Cefic (Bild: BASF)

Bock stellte in seiner ersten Ansprache als Cefic-Präsident auf der jährlichen Versammlung des Verbandes in London seine Ziele für die nächsten zwei Jahre vor. Er stellte fest, dass die nachhaltige Entwicklung der Branche von den dort gemachten Innovationen ausgehe. Die Cefic vertritt rund 29.000 Chemieunterunternehmen in Europa mit ungefähr 1,2 Mio. Beschäftigten.

Bock sagte: „Die erfolgreiche und schnelle Einführung von Innovationen auf dem Markt ist nicht leicht zu erreichen, aber die Vorteile sind klar. Neue Technologien helfen den Städten Abfälle zu reduzieren, Wasser rein zu halten und Energie zu sparen, beispielsweise durch Wärmedämmung. Innovation ist der Motor und diese entscheidet über die Fortschritte, die wir auf unserem Weg zur Nachhaltigkeit machen können.“

Die chemische Industrie Europas steht vor einem noch nie dagewesenen Wettbewerbsdruck. Das Produktionswachstum der Branche in den aufstrebenden Regionen überholt das der Industrieländer. Heute können knapp 20 % der weltweiten Chemieumsätze auf die Unternehmen in der EU zurück geführt werden.

Der Handelsbilanz-Überschuss der europäischen Chemiewirtschaft ist weiterhin ein Lichtblick für die Branche. Im Jahr 2011 erreichten die Chemie-Exporte einen Wert von 42,5 Mrd. Euro – das bislang zweitbeste Ergebnis der Branche. Im ersten Halbjahr 2012 liegen die Netto-Exporte der Branche um mehr als ein Viertel über denen im Vorjahreszeitraum.

Die chemische Industrie in der EU stellt sich weiterhin den Herausforderungen für ihre Wettbewerbsfähigkeit. Sie sieht sich jedoch aufgrund einer fehlenden einheitlichen EU-Energie- und Industriepolitik im Nachteil gegenüber anderen Regionen mit chemischer Produktion. Zudem wird die Branche mit einem zunehmenden Verwaltungsaufwand, einschließlich Reach, konfrontiert. Die Cefic ist der Meinung, dass die EU-Politik die Innovation in Europa stärker fördern muss.

Bock schloss: „Die Fortschritte in EU zu mehr Nachhaltigkeit hängen von Innovationrn ab und einer starken, wettbewerbsfähigen Wirtschaft. Dies kann mit den richtigen Rahmenbedingungen erreicht werden, die durch die EU-Politik festgelegt wird. Die neue ‚Industrial Policy and Horizon 2020‘ sind ein Beispiel für eine EU-Politik, die in die richtige Richtung geht, uns zu unterstützen.“

(dw)

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