IG BCE: "Arbeitgeber haben Chance vertan"

Chemie-Tarifverhandlungen ohne Ergebnis vertagt

06.09.2018 Die bundesweiten Tarifverhandlungen für die Beschäftigten in der chemischen Industrie sind am Mittwoch, 5. September, ergebnislos vertagt worden. Ein substanzielles Angebot der Arbeitgeberseite sei während der fünfstündigen Gespräche in Hannover ausgeblieben, so die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE).

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„ „Statt Fortschritt in der Sache zu erzielen, haben wir nur die bekannte Litanei einer unsicheren Konjunktur-Zukunft gehört“, zeigte sich IG-BCE-Verhandlungsführer Ralf Sikorski vom fehlenden Ergebnis der Verhandlungen enttäuscht. (Bild: Christian Burkert/IG BCE)

„Die Arbeitgeber haben heute eine Chance vertan“, sagte der Verhandlungsführer der IG BCE, Tarifvorstand Ralf Sikorski, im Anschluss. „Statt Fortschritt in der Sache zu erzielen, haben wir nur die bekannte Litanei einer unsicheren Konjunktur-Zukunft gehört. Das ist enttäuschend.“

Aktionen in über 100 Betrieben

Die IG BCE will deshalb am kommenden Mittwoch mit Aktionen in mehr als 100 Betrieben bundesweit ihre Forderungen untermauern. „Die Beschäftigten spüren am eigenen Leib, wie sehr der Laden brummt“, sagte Sikorski mit Blick auf die hohe Auslastung in den Betrieben. „Wer die Folgen tragen muss, will auch an den Erfolgen teilhaben.“ Die IG BCE fordert für die 580.000 Beschäftigten eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 6 % bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, eine Verdopplung des Urlaubsgelds und eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung von Arbeitszeit und Arbeitsbedingungen.

Schon in der Verhandlungsrunde für den Bezirk Nordrhein, die im Juni stattfand, hatten sich Arbeitgeber und IG BCE nicht einigen können. Ulrich Bormann, Verhandlungsführer der Chemiearbeitgeber Nordrhein, hatte die Forderungen der Gewerkschaft als „aufgrund der sich bereits abschwächenden wirtschaftlichen Dynamik überzogen“ bezeichnet. Die nächsten Verhandlungen sind für den 19. und 20. September in Wiesbaden geplant. (ak)

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