Schwieriges wirtschaftliches Umfeld

Clariant plant Stellenstreichungen

13.02.2020 Der Schweizer Spezialchemie-Hersteller Clariant ist im vergangenen Jahr um drei Prozent gewachsen. Deutlich stärker legte das Ergebnis zu. Dennoch will das Unternehmen Stellen streichen.

Clariant erreichte demnach im vergangenen Jahr eine Rendite (Ebitda) von 16,8 % – der Gesamtumsatz beläuft sich auf 4,399 Mrd. Schweizer Franken. „Im Jahr 2019 haben wir einen bedeutenden Schritt in unserer Strategie gemacht, uns auf unsere Spezialgeschäfte zu konzentrieren. Wir haben unser Portfolio umgestaltet und in einem schwierigen Umfeld eine weitere Umsatzsteigerung und eine solide Margenverbesserung erzielt, was die Widerstandsfähigkeit unserer Geschäfte beweist“, sagte Hariolf Kottmann, Executive Chairman von Clariant. „Da wir erwarten, dass das schwierige wirtschaftliche Umfeld auch 2020 anhalten wird, haben wir in allen unseren Geschäften selektive Massnahmen zur Effizienzsteigerung eingeleitet, um die Steigerung der Profitabilität weiter zu unterstützen.

Am deutlichsten ist Clariant in Lateinamerika gewachsen, dort stieg der Umsatz um 13 %, gefolgt von einem Anstieg von 8 % in Asien. Die Verkäufe im Nahen Osten und in Afrika stiegen um solide 3 %, und Europa wuchs um 1 %. Nur Nordamerika verzeichnete einen Rückgang von 5 %.

Sparmaßnahmen in allen Bereichen geplant

Das Unternehmen rechnet damit, dass die Geschäftsbereiche ein über dem Marktdurchschnitt liegendes Wachstum und eine höhere Rentabilität erreichen werden. Weil der Hersteller für 2020 mit einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld und anhaltend ungünstigen Wechselkursbedingungen rechnet, wurden für jeden Geschäftsbereich zusätzliche Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz definiert, um die Marge zu unterstützen. Dadurch soll es in den nächsten zwei Jahren zu einem Personalabbau von etwa 500 bis 600 kommen, womit der Hersteller jährlich rund 50 Mio. Franken einsparen will.

(as)

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