Ungünstige Marktbedingungen

Clariant und Sabic pausieren Joint-Venture-Gespräche

25.07.2019 Die Chemiekonzerne Clariant und Sabic setzen ihre Gespräche über ein Gemeinschaftsunternehmen vorerst aus. Geplant war eine Zusammenarbeit im Bereich Hochleistungs-Kunststoffe.

Beide Unternehmen begründen die Verhandlungspause mit der derzeit ungünstigen Marktsituation. Sie betonten, die Verhandlungen bei besserer Geschäftslage wieder aufnehmen zu wollen. Sabic war 2018 als Großinvestor mit einem Anteil von 24,99 % bei Clariant eingestiegen und hat seitdem Einfluss auf den Konzernumbau ausgeübt. In dem Joint-Venture sollten Clariants Geschäfte mit Additiven und hochwertigen Masterbatches sowie Teile des Spezialchemikalien-Geschäfts von Sabic den gemeinsamen Geschäftsbereich High Performance Materials bilden.

Das Masterbatch-Geschäft will Clariant nun jedoch im Zuge des geplanten Portfolio-Umbaus vollständig verkaufen. Bereits im September 2018 hatte der Konzern angekündigt, sich von seinem Pigment-Geschäft zu trennen. Vor kurzem folgte die Ansage, auch das Verpackungsgeschäft werde veräußert. Ziel ist eine Fokussierung auf das Kerngeschäft des Spezialchemie-Unternehmens. All diese Verkäufe sollen bis Ende 2020 abgeschlossen sein. Mit den Einnahmen will der Konzern einerseits in die Entwicklung neuer Produkte und Technologien investieren, andererseits die Unternehmensbilanz stärken und Kapital an die Aktionäre zurückführen. (ak)

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